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Regen gibt Zeit für Kultur am Meer

Tourismus Regen gibt Zeit für Kultur am Meer

Durchwachsen ist er oft, der Sommer zwischen den Meeren. Das wissen auch die wetterfesten Urlauber an der Förde. Die meisten von ihnen haben nicht nur vorsichtshalber Gummistiefel und Regenjacke im Gepäck, sondern auch den festen Willen, sich die Ferienstimmung nicht durch ein bisschen Nass von oben verderben zu lassen. A

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Möchten Kiels Flair vom Wasser aus erleben: Monika Kratz und Hesham Ahmed (hinten) mit ihren Töchtern Sara (13, links) und Amani, vor ihrer Hafenrundfahrt.

Quelle: Frank Peter

Kiel. ber was tun, wenn es wie aus Kübeln schüttet? Wer in Kiel dem Urlaubstief entgehen will, kann aus einem Füllhorn an Angeboten wählen – und plötzlich ist so ein Regentag auch außerhalb der Einkaufszentren ziemlich bunt.

Hesham Ahmed und Christine Kratz aus Berlin verbringen mit ihren Kindern Amani (11) und Sara (13) bereits zum sechsten Mal ihren Sommerurlaub im hohen Norden. Ihr Urlaubsquartier haben sie in Maasholm an der Schlei aufgeschlagen, doch der Regen hat sie für einen Tag in die Landeshauptstadt gespült. „In Berlin war es vor unserer Reise sehr heiß, deshalb ist das kühlere Wetter auch mal ganz erholsam“, sagt Christine Kratz. Sie will den Kindern die Kieler Altstadt und den Hafen zeigen – am besten vom Wasser aus. An der Seegartenbrücke wartet die Familie auf den Beginn ihrer zweistündigen Hafenrundfahrt, die auch das Marine-Ehrenmal in Laboe mit einschließt. „Die Hafenrundfahrten sind auch an Regentagen sehr beliebt“, sagt Anneke Pook von der Kieler Tourist-Information. Drei Mal täglich, um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr, starten die Schiffe ab Anleger Bahnhofsbrücke zu ihren informativen und unterhaltsamen Ausflügen. Mit etwas Glück geht es an einem der Kreuzfahrtriesen vorbei, von denen man einige nach Voranmeldung auch besichtigen kann.

 Wer an der Seegartenbrücke aussteigt, kann nach der Hafenrundfahrt im Schifffahrtsmuseum vor Anker gehen. „Unsere Museen am Meer sind immer eine gute Adresse“, wirbt Anneke Pook für die kulturelle Alternative zum Strandtag. Prasselt draußen der Regen auf die Förde, kann man noch geruhsamer in die maritime Geschichte der Hafen-, Marine- und Werftstadt Kiel eintauchen. Dafür hat sich auch Familie Ehlenberger aus Bayreuth entschieden. Sie seien vor der Hitze geflohen, sagen die überzeugten Ostseeurlauber und sehen in ihren Regenjacken sehr zufrieden aus. „Die Kinder haben eine Leidenschaft für Schiffe“, erzählt Jan Ehlenberger. Damit sind Niklas (6) und Hannes (4) in der ehemaligen Fischhalle am Hafen genau richtig.

 Ob Stadtmuseum Warleberger Hof, Stadtgalerie, Kunsthalle, Zoologisches Museum oder Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung: Die Museen am Meer lassen mit ihren vielfältigen Ausstellungen auch im dicksten Sturmtief keine trübe Stimmung aufkommen. Sehr beliebt bei Familien mit kleineren Kindern ist außerdem das Geomar-Aquarium an der Kiellinie. Wer sich nicht vom Winde verwehen lässt, kann dort sogar täglich (außer freitags) um 10 Uhr und 14.30 Uhr bei der Seehundfütterung im Außenbecken dabei sein. „Wir haben deutlich mehr Besucher bei Regen“, sagt Mitarbeiterin Lea Jaster. Eine besondere Attraktion sei derzeit das Quallenbecken. In den Schaugewächshäusern des Botanischen Gartens der Kieler Universität lassen sich trockenen Fußes viele Blüten und Früchte bestaunen. Im Rahmen des Skulpturensommers sind dort außerdem noch bis Sonntag, 23. August, 130 Kunstwerke zu sehen.

  www.kiel-sailing-city.de

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Ein Artikel von
Carola Jeschke
Lokalredaktion Kiel/SH

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