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UKSH-Neubau: Bisher läuft alles nach Plan

Klinikum UKSH-Neubau: Bisher läuft alles nach Plan

Im Boden klaffen noch Löcher, beim Gehen muss man auf jeden Schritt achten, denn immer wieder liegen Metallstangen oder Drahtreste auf dem Boden. Auch Pfützen haben sich gebildet, über die die Besucher hinübersteigen. Es riecht nach frisch gegossenem Beton.

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Jeden Tag sind etwa 160 Arbeiter auf der Baustelle im Einsatz. Im September 2018 sollen die ersten Patienten einziehen.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Seit gut eineinhalb Jahren wird auf der Baustelle des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) gearbeitet. Seitdem hat sich viel getan. Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer war seit der Grundsteinlegung im März nicht mehr hier. Deshalb lässt er sich am Freitag von Jens Scholz, dem Vorstandvorsitzenden des UKSH, über die Baustelle führen.

„Dort kommen überall Patientenzimmer hin“, sagt Scholz und zeigt über die Brüstung in die Tiefe. Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister steht er auf dem obersten Stockwerk des zukünftigen Zentralklinikums. „Uns war es wichtig, dass die Patientenzimmer hell und lichtdurchflutet sind“, erzählt Scholz. Außerdem habe man gerade in den oberen Stockwerken einen fantastischen Blick. Aus den Zimmern der zukünftigen Frauenklinik könne man sogar bis nach Laboe schauen, sagt Scholz. „Der Teil steht aber noch nicht, da können wir deshalb noch nicht hin.“ Wie die Finger einer Hand seien die Gebäudeteile, in denen die Patientenzimmer untergebracht werden, angeordnet. Zwei stehen schon, drei fehlen noch.

64.000 Quadratmeter wird das Zentralgebäude groß sein, auf sechs Etagen werden alle medizinischen Stationen untergebracht. „Unser Ziel war, dass man trockenen Fußes überall hinkommt“, sagt Scholz. Im schon fertiggestellten Erdgeschoss wird die Ambulanz zu finden sein, darüber die Intensivstation. Die obersten vier Stockwerke werden ausschließlich Pflegestationen sein, die miteinander verbunden sind. Das heißt, dass die Betten auch überall eingesetzt werden können. Wenn etwa auf der Station der Inneren Medizin dringend ein Bett benötigt wird, auf der angrenzenden Dermatologie noch Betten frei sind, kann die Innere Medizin hierhin erweitert werden.

„Nach dem derzeitigen Plan soll der Bau im Mai 2018 übergeben werden, im September sollen dann die ersten Patienten einziehen“, sagt Scholz. Der Oberbürgermeister zeigt sich beeindruckt von der Entwicklung auf der Baustelle: „Es ist schon toll, was sich hier seit der Grundsteinlegung im März getan hat.“ Auch dass man nach wie vor im Zeit- und Budgetplan ist, hält Kämpfer nicht für selbstverständlich. Im Dezember 2020 sollen alle Arbeiten am UKSH in Kiel beendet sein. 300 Millionen Euro wird der Neubau dann gekostet haben. „Für Lübeck und Kiel zusammen rechnen wir mit 600 Millionen Euro“, erläutert Scholz. Darin enthalten seien nicht nur die reinen Baukosten, sondern auch der Ankauf neuer medizinischer Geräte.

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