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Medizin mit allen Sinnen erleben

UKSH-Patiententage Medizin mit allen Sinnen erleben

Fast 5000 Besucher an zwei Tagen, rund 20 Stände, gleich drei chirurgische Fächer an einem zentralen Standort: Die Bilanz dieser Premiere, bei der sich erstmals drei Kliniken des UKSH im Rahmen der Patiententage im Citti-Park präsentierten, kann sich sehen lassen.

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Prof. Thomas Becker (re.), Prof. Klaus-Peter Jünemann (sitzend) und Prof. Nicolai Maass am „Da Vinci“-Roboter.

Quelle: Sven Janssen

Kiel.  „Mehr geht fast nicht mehr. Mit einem solchen Andrang hätten wir wirklich nicht gerechnet“, freute sich Prof. Klaus-Peter Jünemann, Direktor der Klinik für Urologie am UKSH. Der Zulauf ist damit auch ein Erfolg für das besondere Konzept dieser Patiententage am vergangenen Freitag und Sonnabend. Denn Medizin konnte und sollte hier auch für ein breites Publikum sinnlich erlebbar werden. Zum Beispiel, wenn Besucher durch einen überdimensionalen Darm, eine Gebärmutter oder eine Prostata hindurch gehen, und dabei ihren eigenen Körper mit seinen Funktionen, aber auch möglichen Erkrankungen kennenlernen können. „Die Leute wollen eben wissen, was mit ihrem Körper los ist“, kommentiert Jünemann das Konzept.

Als „Star“ dieser Patiententage mit dem größten Zulauf entpuppte sich aber „Da Vinci“. Nicht zufällig diente das italienische Universalgenie der Renaissance als Namenspatron für dieses Operationssystem, von dem bereits zwei Geräte im Zentral OP des Kieler Uniklinikums stehen. Denn was dieser bis zu 2,5 Millionen Euro teure Roboter kann, lässt Laien wie Mediziner gleichermaßen staunen.

Hier sehen Sie Bilder vom Patiententag im Citti-Park

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Schon der erste Blick durch das Sichtfenster an der „Da Vinci“-Steuerkonsole ist unfassbar realistisch, dreidimensional, skalpellscharf in HD-Qualität, zehnfach vergrößert. Fast so, als stünde man als als Miniaturausgabe eines Operateurs mitten im Körper eines Patienten direkt vor seinen kranken Organen.

Nur mit dem Unterschied, dass die Besucher im Citti-Park keine Organe, sondern nur kleine Plastikfiguren mit Hilfe der Roboterarme bewegen konnten – nur mit Daumen und Zeigefinger an den Bedienelementen der Konsole gesteuert.

Etwa 700 Operationen wurden mit dem robotergestützten System am UKSH in zwei Jahren durchgeführt. „Mit großem Erfolg“, wie Jünemann betont. So sei zum Beispiel die Rate von Wundheilstörungen von neun auf 0,5 Prozent gesunken, weil nur noch kleine Schnitte nötig seien.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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