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Spezialstation nimmt die Arbeit auf

UKSH Spezialstation nimmt die Arbeit auf

Eine große Baustelle ist das UKSH-Gelände schon heute. Bis 2020 wird die Unruhe stiftende Runderneuerung eines der drei größten Klinika in Deutschland dauern. Doch immer wieder wird etwas fertig und eingeweiht, so wie am Montag die Hämatologische Spezialstation der Klinik für Innere Medizin II.

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Eröffneten die neue Spezialstation (von links): Architekt Christian Schmieder, UKSH-Vorstandschef Prof. Jens Scholz, GMSH-Geschäftsführer Hans-Adolf Bilzhause, Klinikdirektor Prof. Michael Kneba, Staatssekretär Rolf Fischer und Prof. Ulrich Stephani, Dekan der Medizinischen Fakultät der CAU.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Deren Direktor Prof. Michael Kneba betraute mit der Leitung der Station seinen Stellvertreter: Prof. Heinz-August Horst sei „ein exzellenter Arzt, der sich extrem gut auskennt in der Morphologie der Leukämien“.

 Der eingeschossige Neubau aus 17 Modulen mit 18 Betten und 400 Quadratmetern Hauptnutzfläche grenzt an die Notfallaufnahme und soll nur über eine Schleuse betreten werden. Denn Patienten, die hier versorgt werden, haben aufgrund ihrer lebensbedrohlichen Blut-Erkrankungen geschwächte Immunsysteme. Die großen Fenster der Zwei- und Einbettzimmer sind nicht zu öffnen. Eine „hochmoderne Lüftungsanlage mit HEPA-Filterung sorgt für optimale hygienische Bedingungen und reinigt die Luft von den kleinsten Schwebeteilchen“, erklärte Hans-Adolf Bilzhause, Geschäftsführer der für diese Baumaßnahme zuständigen GMSH (Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR).

 Mit der Spezialstation und dem in fußläufiger Entfernung angesiedelten Hämatologischen Speziallabor, das mit seinen 50 Mitarbeitern vor einer Woche auf das Campusgelände zog und im Januar offiziell eröffnet werden wird, kommt wieder zusammen, was zusammengehört. Jahrzehnte lang waren zentrale Teile der UKSH-Klinik für Innere Medizin II im Städtischen Krankenhaus untergebracht, eine Lokalisation, die der Dekan der Medizinischen Fakultät der Kieler Universität (CAU), Prof. Ulrich Stephani, am Montag als „Geburtsfehler“ bezeichnete. Generationen von Dekanen hätten sich damit befasst, und auch in jüngster Vergangenheit seien viele Hebel in Bewegung gesetzt und ziemlich viele Sitzungen abgehalten worden. Nun aber sei „die Zersiedelung der Medizinischen Fakultät wirklich aufgehoben“.

 Von heute an werden auf der Spezialstation Patienten behandelt, die unter akuten Leukämien, schweren Formen des Knochenmarkversagens, aggressiven Lymphomen oder Komplikationen nach Stammzelltransplantation leiden. „Sehr tückische Erkrankungen“, wie Staatssekretär Rolf Fischer in seinem Grußwort betonte, „die im individuellen Leben nur sehr schwer zu akzeptieren sind“. Die Station – Gesamtbaukosten: 5,2 Millionen Euro – biete verbesserte Arbeitsbedingungen und den Patienten einen Rahmen, „in dem sie sich gut aufgehoben fühlen können. Die Räumlichkeiten sind, wie wir finden, ideal.“ Ein Raum für die unterstützenden Angebote der Physio- sowie der Sport- und Bewegungstherapie gehört dazu und ein Aufenthaltsraum mit auffallend grünem Sofa. Grün und weiß sind auch die Fensterbänder an der sonst anthrazitfarbenen Fassade des Neubaus. „Das frische Grün ist wohl einmalig auf dem Klinikgelände“, mutmaßte Dipl.-Ing. Christian Schmieder, Geschäftsführer von Schmieder.Dau.Architekten. „Grün ist die Farbe der Hoffnung und Zuversicht.“ Und die Farbe der Medizinischen Fakultät, wie Dekan Stephani sagte. In den 1970er-Jahren sei die Diagnose Leukämie ein Todesurteil gewesen. „Heute erreichen wir 80 Prozent Heilung bei einzelnen hämatologischen Krankheitsbildern.“

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