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Das nächste Provisorium ist fertig

UKSH-Zentrallabor Das nächste Provisorium ist fertig

Dass das Zentrallabor nur für drei Jahre am Schwanenweg 25 stehen wird, darauf würde wohl kaum ein Betrachter kommen. Das Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel setzt auf Modulbauweise zur schrittweisen Umsetzung eines baulichen Masterplans, nach dem bei laufendem Betrieb um- und neugestaltet wird.

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Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des neuen Kieler UKSH-Zentrallabors um Prof. Dr. Ralf Junker (5.v.l.), der das campusübergreifende Institut für Klinische Chemie leitet. Die Standorte Kiel und Lübeck erledigen zusammen elf Millionen Analysen jährlich.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Am Freitag war das Interim-Zentrallabor an der Reihe. Mithilfe von 18 Modulen wurde gleich hinter der Schmerzambulanz eine Nutzfläche von 520 Quadratmetern geschaffen. Menschen und Automaten werden hier 24 Stunden am Tag etwa 3500 Proben täglich analysieren, um eine differenzierte Aussage über Blutzellenbeschaffenheit, Stoffwechselprodukte, Elektrolyte, Hormone oder Gerinnungsfaktoren zu machen. „70 Prozent aller Diagnosen im Gesundheitswesen werden auf Grundlage oder unter wesentlicher Beteiligung von Laborbefunden gestellt“, erklärte bei der Einweihung des Labors Prof. Ralf Junker, Ärztlicher Direktor des Diagnostik-Zentrums des UKSH. „Jede Anforderung erreicht uns online, die Proben selbst kommen mit einem Barcode versehen an. So ist jede Einzelprobe absolut verwechslungssicher, und wir können ohne Verzögerung mit dem analytischen Prozess beginnen.“

 Die Basisdiagnostik ist ein Fall für den rhythmisch surrenden Probenverteilroboter und die großen, blauen Kästen mitten im Raum. „Sie sehen zwar alle ähnlich aus, aber im Innern dieser Automaten stehen verschiedene Technologien zur Verfügung“, so Junker. Für die Analyse von Blutzellen zum Beispiel werden kapillarfeine Behälter mit Blut im Mikroliterbereich an einem Laser vorbeigeführt, um das Streulicht messen zu können.

 Nach der Analyse wird jede Einzelprobe für eine Woche gekühlt aufbewahrt. Es könnten ja Folgeuntersuchungen erforderlich sein. 30000 Proben fasst der automatisierte Probenkühlschrank.

 Um das von Automaten dominierte Mittelfeld gruppieren sich die Spezialbereiche – wie das Liquorlabor. „Hier wird von Hand gearbeitet. Der Untersuchungsprozess ist aufwendiger. Das bedarf einer gewissen Ruhe“, erklärte Junker. Denn die Herausforderung des UKSH-Labors bestehe darin, eine hohe Gesamtzahl von Analysen mit hoher Qualität jeder einzelnen zu verbinden.

 Mitte 2018 soll das finale Zentrallabor nahe der Feldstraße fertig sein. Dort werden dann alle labormedizinischen Disziplinen inklusive Mikrobiologie, Bakteriologie und Rechtsmedizin in einem vierstöckigen Gebäude arbeiten.

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