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Die Dahlmannstraße wird rundumerneuert

Kiel Die Dahlmannstraße wird rundumerneuert

Die Vorbereitungen laufen schon seit einigen Jahren, nun soll es losgehen: Das Tiefbauamt möchte die Dahlmannstraße in Kiel nach heutigen Standards um- und ausbauen. Zunächst sind jetzt erst einmal die Stadtwerke damit gestartet, die unterirdischen Leitungen im Baustellenbereich zu erneuern.

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Die Treppe zwischen Dahlmannstraße und Brunswiker Straße ist bereits abgerissen worden.

Quelle: Christoph Jürgensen

Kiel.  In der vergangenen Woche haben die Bauarbeiter im Auftrag der Stadtwerke damit begonnen, zwischen Brunswiker Straße und Lorentzendamm den Boden zu öffnen. Sie werden bis in den September hinein die Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmeleitungen sanieren. Geeigneter Anlass für die Maßnahme ist die Absicht der Stadt, die Straßenoberfläche der Dahlmannstraße komplett zu erneuern. Zwar können die Arbeiten der Stadtwerke nicht parallel mit dem Straßenbau erfolgen, da einige Grundstücke in der Sackgasse dann nicht mehr erreichbar wären. Aber die Straßenbauarbeiten des Tiefbauamts können voraussichtlich Ende August/Anfang September an der Brunswiker Straße beginnen, wenn im unteren Straßenbereich die letzten Leitungsverlegungen vonstatten gehen.

Ziel ist eine adäquate Umgestaltung der Dahlmannstraße als wichtige Fußwegeverbindung zwischen der Feldstraße/Uni-Klinik und der Altstadt mit barrierefreier Anbindung an die Brunswiker Straße. Das holprige und an manchen Stellen bereits mit Asphalt geflickte Granitsteinpflaster soll – entsprechend dem umgestalteten Lorentzendamm – ein neues, ebenes Betonsteinpflaster bekommen. Die Fahrbahn soll später eine Breite von 4,25 Metern haben, mit rund zwei Meter breiten Gehwegen an beiden Seiten und nach „Kieler Standard“ in Granit gepflastertem Parkstreifen.

 Aufgrund ihrer wichtigen Funktion als eine der Hauptachsen für Fußgänger im Bereich Mitte soll die Dahlmannstraße möglichst weitgehend barrierefrei werden. Die alte Treppenanlage zur Brunswiker Straße hinauf ist bereits abgerissen worden, auch damit ein vorhandener Baum in diesem Bereich mehr Raum hat, sich zu entfalten. Dafür soll etwas weiter östlich eine knapp drei Meter breite Rampe entstehen. Eine komplette Barrierefreiheit ist in der Dahlmannstraße auf voller Länge allerdings nicht zu erreichen, da sie einen zu großen Höhenunterschied zwischen Lorentzendamm und Brunswiker Straße überbrückt.

 Für motorisierte Fahrzeuge bleibt die Dahlmannstraße auch künftig eine Sackgasse. Für einen klassischen Wendehammer ist das Ende der einst durchgängigen Straße nicht geeignet. Stattdessen ist ab der Einmündung des Philosophengangs eine Mischfläche angedacht, die Fußgängern und Radfahrern genauso zur Verfügung stehen soll wie der angrenzenden Gastronomie als Außenbereich. Auch sollen hier Lieferwagen und PKW halten dürfen.

 Erste Pläne zur Sanierung der Dahlmannstraße wurden schon im September 2008 im Ortsbeirat vorgestellt. Im Januar 2014 präsentierte der Leiter der Abteilung Straßenbau beim Tiefbauamt, Jens Kruschwitz, dann die endgültigen Planungen. Die Gesamtbaukosten werden inzwischen mit rund 365000 Euro etwa 80000 Euro höher veranschlagt als damals, was laut Information der Stadt „nahezu ausschließlich aus der Herstellung der barrierefreien Rampenanbindung an die Brunswiker Straße resultiert.“ Der Kostenanteil, der nach dem Kommunalabgabengesetz auf die Anlieger umgelegt wird, soll bei insgesamt rund 115000 Euro liegen. Das Tiefbauamt möchte den Umbau der Straße im Wesentlichen noch in diesem Jahr ausführen. Aufgrund der umfangreichen Arbeiten der Stadtwerke rechnet das Tiefbauamt aber damit, dass sich Restarbeiten bis ins kommende Jahr hinziehen können.

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