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Delfin in Kiel und Eckernförde soll Fiete heißen

Umfrage Delfin in Kiel und Eckernförde soll Fiete heißen

Es ist entschieden! 35 Prozent und damit der größte Anteil der KN-Leser möchte, dass der Delfin, der sich seit Wochen in und um Kiel tummelt, Fiete heißt. „Fiete passt einfach super“, schreiben Heike und Linnea Niepelt. Michael Romahn findet den Namen, der ihn an seinen Enkelsohn erinnert, „schön norddeutsch“.

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Fiete ist nicht nur neugierig, sondern auch ganz schön umtriebig. Am vergangenen Wochenende erkundete er die Eckernförder Bucht. Tauchlehrer Thorsten Peuster (51) gelang vor dem Eckernförder Strand diese außergewöhnliche Aufnahme.

Quelle: Thorsten Peuster (Tauchen & Meer)

Kiel. „Der Name ist so frech und frei meiner Meinung nach. Was ich sehr passend finde“, sagt Laura Hintze. Für Anna Zohr und ihre Kinder wäre dagegen Freddy der einzig wahre Name gewesen: „Er wird seit Wochen so auf Facebook genannt, und ich habe mich gleich daran gewöhnt.“ Auch Marlies Borgmann findet: „So wurde er schließlich die ganze Zeit genannt.“


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Den dritten Platz belegt Hörnchen. „Wenn er springt, sieht er aus wie ein Hörnchen“, sagen Anton (7) und Jarne (6) Zechlin aus Selent. „Da er an der Hörn/Reventloubrücke vier Meter vor mir aus dem Wasser sprang und eine Showeinlage vom Feinsten gab“, soll er auch bei Jutta Nitz Hörnchen heißen. Kielian und Flipper belegen weit abgeschlagen die hinteren Ränge. „Als der Delfin hier in Kiel auftauchte und schnell die Nähe zu Menschen suchte, war für mich die Sache klar“, schreibt Marlies Haar, „er sieht aus wie Flipper, benimmt sich wie Flipper und soll daher auch Flipper heißen.“

Die Verfechter von Freddy, Hörnchen, Kielian oder Flipper müssen sich aber nicht grämen. Das Schöne ist, dass jeder den Delfin so nennen darf, wie er will. Also halten Sie es wie unsere Leserin Renate Hoppe, die für den Namen Fiete abgestimmt hat: „Egal, wie er heißen wird, wir haben ihn lieb gewonnen.“ Oder sehen Sie es mit einem Augenzwinkern wie Julius Rave: „Diese Namensentscheidung ist wichtig: Ein unglücklich gewählter Vorname darf doch keinesfalls dem Delfin seine Karriere- und Zukunftschancen verbauen.“

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 Eine weitere Frage stellt sich vielen Lesern: Warum ist Fiete nur so zutraulich? Er schwimmt mit Kindern, stupst Taucher an und scheint besonders gerne vor Publikum Sprünge zu machen. Ist das alles Zufall oder handelt es sich womöglich um einen dressierten Delfin? Vielleicht sogar von der Marine, fragte sich Ingrid Hendel.

Hier finden Sie die Bilder zum Besuch eines Delfins in Eckernförde.

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„Ich kenne kein Programm hier in der Nähe, das Delfine trainiert“, sagt Meeresbiologe Prof. Boris Culik. In Russland oder den USA gäbe es derartige Projekte, nicht jedoch in unseren Gefilden. Auch Fregattenkapitän Achim Winkler von der Kieler Marine dementiert: „Delfine gibt es bei uns nicht.“ Die grauen Tümmler wie in den USA als Minentaucher auszubilden, sei weder infrastrukturell noch personell derzeit möglich und auch in Zukunft nicht geplant.

Bei Fiete handelt es sich laut Culik um einen „friendly dolphin“. Die vorwiegend männlichen Delfine, die als Einzeltiere auftreten, zeigen alle dasselbe Verhalten: Sie sind neugierig, verspielt und suchen Nähe. In der Gruppe haben die Tiere untereinander viel Körperkontakt. Den Ersatz dafür sucht Fiete bei Tauchern und Badenden. Verstärkt wird dieser Effekt dadurch, dass das junge männliche Tier ein Weibchen sucht.

Obwohl Delfine besonders gelehrig sind, geht dem Training laut Culik eine große Hürde voraus: „Sie müssen lernen, toten Fisch zu essen.“ Das gehe gegen ihre Natur. Toten Fisch würden sie im Meer niemals anrühren, denn er könnte Krankheiten haben.

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Delfin-Besuch in der Bucht
Foto: Schöner Schnappschuss: Im Abendlicht springt der Delfin zwischen Strand und dem Eckernförder Außenhafen aus dem Wasser.

Das ist keine Stippvisite mehr. Der Delfin, den KN-Leser jetzt Fiete getauft haben, war auch am Dienstag Magnet für zahlreiche Schaulustige an der Außenmole des Hafens von Eckernförde. Einige Wagemutige schwammen sogar mit ihm. Fiete ist jetzt auch Eckernförder.

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