10 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Umsteiger am Bahnhof ist schon mal ein Vorbild

Mobilitätsstationen Umsteiger am Bahnhof ist schon mal ein Vorbild

Die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs erleichtern und so einen Beitrag zum Umweltschutz leisten: So lassen sich die Ziele beschreiben, die die Landeshauptstadt mit ihren neuen Mobilitätsstationen verbindet.

Voriger Artikel
Glocken im Rathausturm schweigen
Nächster Artikel
Die Lust auf grüne Bilder

Vorbild Offenburg: So wie im Badischen könnte es bald in Kiel aussehen – eine Car-Sharing-Station, Fahrräder zum Bike-Sharing und Auflademöglichkeiten für das Elektro-Auto an einem Ort.

Quelle: hfr

Kiel. Am Dienstag stellten Mitarbeiter des Tiefbauamtes zusammen mit dem Baudezernenten und Bürgermeister Peter Todeskino das neue Konzept den Kieler Ortsbeiräten vor.

 „Wir versuchen mit dem Konzept, ein Angebot zu schaffen, um den Nutzern eine andere Art von Mobilität zu vermitteln“, erläuterte Bürgermeister Todeskino den anwesenden Ortsbeiräten. „Man muss nicht mit dem Auto bis vor die Ladentheke fahren.“

 Das Konzept der Mobilitätsstationen ist Teil des Verkehrsentwicklungsplanes der Landeshauptstadt aus dem Jahr 2008. Es sieht vor, verschiedene Verkehrsangebote räumlich zu bündeln. So könnte zukünftig an Carsharing-Stationen auch die Möglichkeit bestehen, Fahrräder zu leihen, das Elektroauto oder E-Bike aufzuladen oder die Reifen aufzupumpen. Gleichzeitig könnte an einer Station auch noch eine Bushaltestelle sein, ein Taxistand oder ein Bahnhof. „Wir wollen dadurch ermöglichen, dass jemand auf einem Weg verschiedene Verkehrsmittel nutzen kann“, sagt Niklas Hubert, der als Mitarbeiter des Tiefbauamtes das Konzept ausgearbeitet hat. Dadurch würde ein Beitrag für eine nachhaltige Mobiltätsstruktur geleistet.

 „Das bedeutet aber nicht, dass an jeder Mobilitätsstation alle Angebote zu finden sein müssen“, so Hubert. Das sei in Kiel an vielen Orten gar nicht möglich. „Es kann sein, dass es an einer Station mal nur eine Car-Sharing-Station gibt und dann noch Bike-Sharing hinzukommt.“ Typischerweise würden bereits bestehende Angebote durch weitere ergänzt und zu einer Mobilitätsstation ausgebaut, erklärt Hubert. Aber auch ganz neue Stationen würden hinzukommen. „Auf dem MFG-5-Gelände und im Kieler Süden werden derzeit neue Flächen entwickelt. Da wäre es sicherlich sinnvoll, hier auch Mobiltätsstationen zu planen.“

 Kenntlich machen soll die Stationen eine Stele, auf der zum einen eine Informationstafel über die verschiedenen Verkehrsmittel, Preise und Fahrpläne informiert. Zum anderen soll außerdem gut sichtbar das Logo „Kieler Wege“ zu lesen sein, das die Stationen und das Mobilitätskonzept der Landeshauptstadt markiert.

 „Mit dem Umsteiger am Bahnhof haben wir schon die erste Mobilitätsstation. Dort könnten wir eigentlich schon gleich die erste Stele aufstellen“, sagt Peter Bender, Leiter des Tiefbauamtes. Die Stationen seien allerdings nur ein Teil des Konzeptes, betonte Niklas Hubert. „Tarife, Informationsplattformen, Zugangssysteme – das sind alles Dinge, die auch zum Konzept gehören und noch ausgearbeitet werden müssen.“ In Zusammenarbeit mit den Ortsbeiräten will das Tiefbauamt nun weitere mögliche Standorte für Mobilitätsstationen erarbeiten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

Events in Kiel

Veranstaltungen in Kiel
Aktuelle Termine, News, Infos.

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3