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261 Stufen gegen den inneren Schweinehund

Uni-Hochhauslauf 261 Stufen gegen den inneren Schweinehund

Zwei Stufen auf einmal nehmen und das Treppengeländer benutzen: Auch die Sieger Florens von der Decken und Heidi Wehrmann nutzten diese beiden wertvollen Tipps am Mittwoch beim zweiten Hochhauslauf der Kieler Universität.

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Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Und so schafften es auch die meisten der 175 Teilnehmer, um die 14 Stockwerke, 261 Stufen und den inneren Schweinehund zu überwinden.

Die Premiere hatte es im vergangenen Jahr zum 350-jährigen Jubiläum der Hochschule gegeben. Bernd Lange, Organisator und Leiter des Hochschulsports, freute sich über die Wiederholung des als „Experiment“ gestarteten Events: „Bereits im letzten Jahr haben uns die Leute gesagt, dass wir die Veranstaltung unbedingt wieder machen müssen.“ Heike Stubbenhorst, im letzten Jahr im Projektteam für die Premiere mitverantwortlich, erklärte: „Es ist schon angedacht, aus der Veranstaltung in den nächsten Jahren eine Tradition zu machen.

Vier Kategorien gingen an den Start

In diesem Jahr gingen die Treppensportler in vier Kategorien an den Start. Im Einzel starteten Männer und Frauen getrennt. Für die 2er- und 4er-Staffel waren auch gemischte Teams möglich. Studenten, Laufgruppen oder Firmenkollegen – das Teilnehmerfeld war bunt gemischt.

Jan Möller (26) und Vincent Schröder (26) starteten als „AstralRaketen“ bei den 2er-Staffeln. „Wir sind nur zum Spaß dabei. Eigentlich hat mich Vincent überredet, hier mitzumachen“, erklärte Jan. Ebenfalls von einem Bekannten inspiriert wurde Merianne Alkio. Die 48-Jährige läuft in ihrer Freizeit. „Aber eben nur, was das Kieler Terrain hergibt“, erklärte sie in Anspielung auf das zumeist flache Geläuf. „Aber das schaff ich schon heute. Es geht ja schnell vorbei“, sagte die Lehrerin. Florian Fitschen (31), Hochschuldozent an der Universität, motivierte sich mit einer anderen Aussicht: „Wenn man oben angekommen ist, hat man einen schönen Blick über Kiel.“ Hans Jochen Rohwer (64) ging als ältester Teilnehmer an den Start und war zum ersten Mal bei einem Wettbewerb dieser Art dabei. „Ich fühle mich gut und fit“, sagte der Wasbeker, der sich seit zwei Monaten zu Hause mit Treppenlaufen auf den gestrigen Tag vorbereitet hatte.

Über etwas mehr Erfahrung verfügte Corrado Weed (44). Der Lübecker arbeitet bei der Berufsfeuerwehr in Hamburg und war bereits vor einem Jahr bei der Premiere am Start. Damals allerdings in voller Arbeitsmontur. „Da sind ein paar von uns in kompletter Ausrüstung, inklusive Pressluftatmer, die Stufen hoch.“ Weed nimmt regelmäßig an solchen Wettkämpfen teil. Zum Beispiel in Berlin beim „Firefighter Stairrun“, wenn es in Arbeitskleidung 39 Stockwerke in die Höhe geht. „Freunde fragen schon mal, ob ich bekloppt bin, aber mir macht es auf jeden Fall Spaß, mich zu quälen“, erklärte der 44-Jährige. Die Qual dauerte am Mittwoch bei den Aktiven zwar nur etwas länger als eine Minute, doch einen hatten alle Teilnehmer am Ende erfolgreich bezwungen: den inneren Schweinehund.

Die Sieger

Einzel-Männer: Florens von der Decken; Einzel-Frauen: Heidi Wehrmann; 2er-Staffeln: AstralRaketen; 4er-Staffeln: Die Hackfleisch hassenden Zerhacker

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Ein Artikel von
Florian Sötje
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