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Besonderes Engagement in der Organspende

Uniklinik Besonderes Engagement in der Organspende

Die Bereitschaft zur Organspende ist in den vergangenen Jahren aufgrund einiger Skandale zurückgegangen. Manchem Patienten schenkt ein transplantiertes Organ jedoch neues Leben – so auch im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH). Der Kieler Campus ist am Mittwochabend im Literaturhaus für den großen Einsatz von Ärzten und Pflegern ausgezeichnet worden.

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Sozialministerin Kristin Alheit übergab den Preis an Vertreter der Uniklinik. Die Auszeichnung nahmen Dr. Andreas Binder (li.) und Prof. Felix Braun entgegen. Dr. Matthias Kaufmann (re.) ist geschäftsführender Arzt der Deutschen Stiftung Organtransplantation.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Sozialministerin Kristin Alheit überreichte den Organspendepreis der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) Region Nord.

Neben dem UKSH sind die Asklepios-Klinik Nord in Hamburg und das St. Marienhospital in Vechta geehrt worden. Außerdem erhielten vier Regionalgruppen des Verbandes der Organtransplantierten die Auszeichnung, darunter die schleswig-holsteinische. Die Regionalgruppen informieren über die Organspende und versuchen, das Thema einer größere Öffentlichkeit nahe zubringen. Gerade das sei wichtig, sagt Prof. Thomas Becker, Direktor der Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie am UKSH: „Es gibt viele Ängste und Vorbehalte, das Thema ist negativ besetzt.“ Es müsse wieder Vertrauen geschaffen werden.

 Genau das war auch das Anliegen von Alheit: „Organspende ist ein emotionales Thema, auf das aufmerksam gemacht werden muss. Vertrauen spielt hier eine entscheidende Rolle. Deshalb ist Aufklärung darüber so wichtig.“ Konkret bestehe etwa die Angst, dass der Körper des Spenders nach der Entnahme entstellt ist. Diese Sorge müsse den Spendern und Angehörigen durch genaue Informationen genommen werden, sagt Privatdozent Andreas Binder, Neurologe am UKSH.

 Der Preis wird in der Region Nord der DSO seit zehn Jahren vergeben. Bei der Auswahl der Preisträger spielt unter anderem eine Rolle, ob es in den Krankenhäusern klare Richtlinien für die Organspende gibt, ob das Klinikpersonal fortgebildet und wie ein Transplantationsbeauftragter durch die Klinikleitung unterstützt wird. Die Würdigung soll als Motivation dienen,weiterhin für die Organspende zu werben. Etwa 200 Häuser sind bundesweit schon geehrt worden.

 Nach der Verleihung des Preises las der Schriftsteller David Wagner aus seinem Buch „Leben“ vor. Wagner erhielt selbst eine Spenderleber und fasst seine Geschichte in dem Buch zusammen (Siehe auch Bericht Seite 31).

Von Lisa Richert

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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