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Barrierefreie Beetpflege in Hasseldieksdamm

Verein Kollhorst Barrierefreie Beetpflege in Hasseldieksdamm

„Unbehindert Garten und Natur erleben“ heißt ein neues Projekt mit dem der Verein Kollhorst am Montag an den Start geht. Es ist konzipiert für Menschen mit und ohne Handicap, die gern an der frischen Luft sind, Spaß daran haben, Beete zu pflegen und mit Freude Blumen, Obst sowie Gemüse anpflanzen.

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Henrik Möbel und Mariesa Suhr, die ein freiwilliges ökologisches Jahr auf Kollhorst machen, werden den Gartenfreunden zeigen, welches Werkzeug für die Pflege eines Tischbeets von Nutzen ist.

Quelle: Ingrid Haese

Hasseldieksdamm. Ort des gärtnerischen Geschehens ist der Naturerlebnisraum „Alte Stadtgärtnerei Kollhorst und Umgebung“ am Kollhorster Weg. Auf dem acht Hektar großen Gelände mit seinen Wiesen, Teichen, Wäldchen und den mehr als 100 Apfelbäumen steht auch ein Fachhallenhaus. In ihm haben der Verein Kollhorst und weitere Umwelt- und Naturschutzvereine ihre Räume. Umgeben ist das Gebäude von einem Bauern- und einem Sinnesgarten. Für das vorerst auf ein Jahr angelegte Projekt „Unbehindert Garten und Natur erleben“ kann aber das komplette Gelände genutzt werden.

Ein Ziel des neuen Angebotes ist es, auch Gartenfreunden, die in irgendeiner Form körperlich eingeschränkt sind, das Gärtnern zu ermöglichen. „Wir wollen Menschen ohne Behinderung ebenso erreichen wie Menschen mit Behinderung“, sagt die Diplom-Biologin Angelika Elak. „Zu uns können zum Beispiel Rollstuhlfahrer kommen, Menschen mit Demenz, aber auch Blinde, Sehbehinderte, Hörgeschädigte oder Leute, die Probleme mit dem Rücken haben oder nicht gut zu Fuß sind, einen Gehwagen haben oder Krücken benutzen.“ Elak leitet gemeinsam mit der Diplom-Agraringenieurin Elke Karnowski das von der Stadt mit 8900 Euro geförderte Inklusionsprojekt.

Spezielles Equipment steht bereit

Alle zwei Wochen sollen sich die Teilnehmer für zwei Stunden treffen, im Team Ideen zur Gartengestaltung und -pflege entwickeln und dann von der Aussaat bis zur Ernte und Verarbeitung tätig werden. Für das Vorhaben hat der Verein Kollhorst spezielles Equipment angeschafft. So gibt es ein unterfahrbares breites Hochbeet, in das Tief- und Flachwurzler eingesetzt werden können. Zur Ausstattung gehört zudem ein mobiles Tischbeet für niedrigwüchsige Pflanzen. Im Werkzeugschrank finden sich verstellbare Rosenscheren, ein Spaten mit verbreitertem Grabeblatt und Gartengeräte mit Teleskopstielen. Vorhanden ist außerdem ein Obstaufsammler. Weil das Gerät einen langen Stiel hat, muss sich der Benutzer beim Auflesen des Fallobstes nicht bücken. Auf der Einkaufsliste von Kollhorst stehen noch Kniekissen, ein rollbarer Geräteständer und eine Wassertonne, an der der Hahn im Sitzen bedient werden kann. „Für uns ist das Projekt gleichzeitig der Einstieg in das Thema Barrierefreiheit“, betont Elak. „Wir wollen uns weiterentwickeln, wollen auf die Bedürfnisse unserer Teilnehmer eingehen, von ihnen lernen und ihre Anregungen bei uns umsetzen.“

Die Gartengruppe trifft sich am Montag, 21. März, von 16 bis 18 Uhr, im Kollhorster Weg 1. Anmeldungen sind unter Tel. 0431/2372938 und per E-Mail unter verein@nez-kollhorst.de möglich. Das zweite Treffen ist für den 11. April vorgesehen.

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Hasseldieksdamm
Foto: Henrik Nöbel (links) und Mariesa Suhr (rechts) i haben auf Bitte von Kollhorst-Mitarbeiterin Elke Karnowski (Mitte) für das Wilhelm-Tell-Spiel Strohäpfel geformt.

Alte Apfelsorten, Mitmach-Aktionen, Tierschutzprojekte sowie eine Pflanzen- und Gartenfrüchtebörse sind die Hauptkomponenten des vom Kollhorst-Vereins organisierten Herbstfestes. Der Verein lädt Erwachsene wie Kinder ein, am Sonntag, 27. September, in der Zeit von 11 bis 18 Uhr in den Naturerlebnisraum „Alte Stadtgärtnerei Kollhorst und Umgebung“ zu kommen.

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