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Kiel ist Hochburg für Fahrraddiebe

Vergleichsstudie Kiel ist Hochburg für Fahrraddiebe

Laut einer aktuellen Studie des Vergleichsportals „Billiger.de“ gehört Kiel zu den Diebstahlhochburgen für Fahrräder. Die Landeshauptstadt landet in der Rangliste auf Platz sechs mit 1345 Fahrraddiebstählen je 100.000 Einwohner. Damit liegt Kiel 119 Prozent über Bundesschnitt.

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In Kiel müssen sich die Radfahrer besonders vor Dieben hüten. Die Stadt liegt laut Statistik auf Platz sechs geklauter Räder pro 100000 Einwohner.

Quelle: Friso Gentsch/dpa

Kiel. Seit 2016 versucht die Polizei Kiel dem grassierenden Zweirad-Diebstahl mit der „Ermittlungsgruppe Speiche“ beizukommen: Bisher nur mäßig erfolgreich. 3314 gestohlene Fahrräder in der Kriminalstatistik des vergangenen Jahres stellen einen Anstieg um 186 Fälle im Vergleich zu 2015 dar. Kiel liegt mit seinem Schnitt laut der Studie hinter den Städten Münster auf Platz eins (1721 geklaute Räder pro 100000 Einwohner), Leipzig (1720), Halle an der Saale (1543), Cottbus (1513) und Magdeburg (1492).

In den rot markierten Orten werden proportional besonders viele Räder gestohlen.

Quelle: billiger.de

Experten empfehlen: Ein stabiles und hochwertiges Schloss und das Anschließen an einen festen Gegenstand erschweren den Klau. Auf ein in anderen Fahrradstädten wie Münster erprobtes Mittel verweist auch Polizeisprecher Oliver Pohl: „Wir empfehlen dringend, das Fahrrad beim Kauf codieren und registrieren zu lassen.“ Das helfe gleich in zweierlei Hinsicht: Für ein Fahrrad mit Code im Rahmen finde ein Dieb in Deutschland kaum Abnehmer.

Um immer mehr Möglichkeiten, Räder fest anzuschließen, kümmert sich derweil die Stadt. Nach Auskunft des Fahrradbeauftragten Uwe Redecker stehen „zwischen Vinetaplatz und Blücherplatz insgesamt über 7000 Kieler Bügel im öffentlichen Verkehrsraum zur Verfügung“. Auch im Jahr 2017 seien bereits etwa 40 montiert worden.

Mehr in der Donnerstagausgabe der Kieler Nachrichten

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Ein Artikel von
Niklas Wieczorek
Lokalredaktion Kiel/SH

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