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Bummeln, bis es warm wurde

Verkaufsoffener Sonntag Bummeln, bis es warm wurde

Eisige Kälte im Norden – da tauschte so mancher den Tagesordnungspunkt Sonntagsspaziergang kurzerhand gegen einen Einkaufsbummel in der Kieler City aus. Maxime dabei: So kurz wie nötig draußen frieren, so lange wie möglich in den Geschäften aufwärmen. Die Läden waren überfüllt.

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Die eisige Kälte trieb viele Besucher in den Sophienhof: Dort verteilten Anna Voß und Kevin Heuck Neujahrsgummibärchen im Auftrag des Center-Managements.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Den Einzelhandel hat es gefreut: Die Läden waren gut besucht. Und viele Besucher lobten den verkaufsoffenen Sonntag so früh im neuen Jahr ausdrücklich.

Besonders groß war der Andrang gleich während der Öffnung um 13 Uhr am Infotresen im Sophienhof. Dort konnten Leser dieser Zeitung einen Gratis-Thermobecher des Einkaufszentrums abholen. Nach der ersten Viertelstunde waren bereits 300 Stück weg. Auch Marlies Steffens sicherte sich ein Exemplar und freute sich dann auf ihrem Einkaufsbummel. „Der verkaufsoffene Sonntag ist eine gute Idee, auch wenn er fürs Personal natürlich Arbeit bedeutet. Aber wenn man unter der Woche arbeiten muss, ist es schön, mal in Ruhe stöbern zu können“, fand die Kielerin.

Sonntag wurde von Käufern und Verkäufern gelobt

Die Geschäfte warben mit Rabatten bis zu 70 Prozent. „Da kam man für seinen Einkaufsgutschein richtig viel an Gegenwert bekommen“, fanden die 18-jährigen Kielerinnen July und Nana und präsentierten zwei Markenwollpullover und neue Jeans von Peek&Cloppenburg, bevor sie bei Hugo Hamann noch spezielle Stifte für die Schule kauften. Dass dort, wie schon am Sonnabend, viel Betrieb herrschte, freute Mitarbeiterin Hannelore Nissen an der Kasse: „Die fünf Stunden sind dann schnell herum.“

Die verkaufsoffenen Sonntage werden von Kiel-Marketing und dem Handel mit der Industrie- und Handelskammer bei der Stadt beantragt. „Aus unserer Sicht macht dabei der erste Sonntag im Jahr Sinn, weil nach den vielen Feiertagen die Lust an diesem langen Wochenende groß ist, gemeinsam durch die Stadt zu bummeln. Das gilt auch für die Touristen, die ihren Silvesterurlaub in Schleswig-Holstein verbracht haben“, sagt Monika Dürrer, Geschäftsführerin beim Einzelhandelsverband Nord. Durch Attraktionen wie das Stadtwerke Eisfestival stände das Erlebnis mehr im Vordergrund als die pure Versorgung mit Gütern. Auch Uwe Wanger, Chef von Kiel-Marketing e.V., findet, dass sich der Termin einfach für die Umtauschgeschäfte, das Einlösen von Weihnachtsgutscheinen oder schlicht als Tapetenwechsel anbietet.

Wanger fordert Einheit

Dennoch gab es für Uwe Wanger einen Wermutstropfen: Plaza, Citti-Markt und Ikea machten diesmal nicht mit. „Besser wäre es, wenn alle Termine gemeinsam gestaltet werden“, sagt Wanger, „es hat einfach eine andere Wirkung, wenn man sagt: ,Ganz Kiel hat offen’ statt ,Kiel hat teilweise offen’.“ Zu den verkaufsoffenen Sonntagen kommen nach Angaben der Stadt zwischen 20000 und 60000 Menschen. Das Einzugsgebiet ist an diesen Tagen größer als an regulären Geschäftstagen und liegt bei einem Radius von rund 50 Kilometern.

Wie viele Besucher dieses Mal nach Kiel kamen, mochte noch niemand beziffern. „Aber unsere Erwartungen, die recht hoch waren, wurden absolut erfüllt, das war ein ganz frequenzstarker verkaufsoffener Sonntag. Und das Winterwetter war dabei unser Verbündeter “, erklärte Sophie Dukat, Centermanagerin vom Sophienhof. Viel Outdoor-Kleidung sei gefragt gewesen.

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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