7 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
MFG-5-Gelände kostet 24,4 Millionen Euro

Verkehrswert steht fest MFG-5-Gelände kostet 24,4 Millionen Euro

Vor fünf Jahren verließ das Marineflieger-Geschwader 5 seinen Standort in Holtenau-Ost. Bisher ist nicht viel passiert auf dem etwa 70 Hektar großen Areal, wo die Stadt Kiel ein urbanes Mischgebiet entwickeln möchte. Grundlage dafür ist ein Verkehrswertgutachten, das jetzt vorgestellt wurde.

Voriger Artikel
Der neue Koggen-Wichtel ist weiblich
Nächster Artikel
Polizei Kiel setzt wieder auf Big Bags

Auf dem etwa 70 Hektar großen Gelände in Holtenau-Ost soll in den nächsten Jahren ein neuer Stadtteil mit einer Mischnutzung entstehen. Die Stadt möchte das Grundstück von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben kaufen und entwickeln. Ein jetzt vorgestelltes Verkehrswertgutachten hat den Wert von 24,4 Millionen Euro ermittelt.

Quelle: Jan Köhler-Kaeß

Kiel. Denn das Gebiet ist noch im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Im Oktober 2016 wurde ein externer Sachverständiger aus Braunschweig, auf den sich Stadt und Bima geeinigt hatten, mit dem Gutachten beauftragt. Darin wurde ein sanierungsbeeinflusster Bodenwert mit der Qualität „Bauerwartungsland“ von 23,2 Millionen Euro oder 32 Euro pro Quadratmeter ermittelt. Eine Bestandsaufnahme ergab zudem, dass die meisten der über 90 Gebäude auf dem Gelände abbruchreif sind, für die zehn wirtschaftlich nutzbaren Gebäude wurden weitere 1,2 Millionen Euro veranschlagt.  Der sanierungsbeeinflusste Verkehrswert beträgt somit 24,4 Millionen Euro.

Es fehlen noch zwei weitere Gutachten

Allerdings gibt es noch ein paar unsichere Variablen bei den künftigen Verkaufsverhandlungen von Stadt und Bima. Zum einen wurden beim Gutachten nicht die Bodenrichtwerte von 2016 berücksichtigt. Zum anderen steht noch das Ergebnis der vertiefenden Altlastenuntersuchung aus. Auch wenn sich der Verkaufswert des Geländes laut Gutachten erhöht habe, bliebe die Finanzierungslücke nach ersten Schätzungen etwa gleich gegenüber der Kosten- und Finanzierungsübersicht. Für die Stadt bleibt aber das Problem der Vorfinanzierung.

Um das innerstädtische Entwicklungskonzept (IEK), dessen Bestandteil das Verkehrswertgutachten ist, letztlich abschließen zu können, stehen noch zwei weitere Gutachten aus. Das eine betrifft den Tonnenhof, der vom jetzigen Standort an den Plüschowhafen verlegt werden soll. Zudem fehlt noch das Gutachten zu den Möglichkeiten der bedarfsgerechten Entwicklung des Gewerbegebiets im nördlichen Bereich. Geplant ist, das IEK Anfang 2018 der Ratsversammlung zum Beschluss vorzulegen. Somit wird sich die Entwicklung des Areals noch hinziehen. Bevor hier die ersten Bauwagen rollen, könnte es 2022/2023 werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Petra Krause
Lokalredaktion Kiel/SH

Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3