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Für die neuen Nachbarn wird einiges geplant

Vernetzungstreffen Für die neuen Nachbarn wird einiges geplant

„Ihr seid willkommen!“ – Dieses klare Signal soll an die künftigen Bewohner der Landesunterkunft für Flüchtlinge im Marinekommando am Niemannsweg gehen. Ein Vernetzungstreffen für alle, die dazu ihren Beitrag leisten möchten, hat in der vergangenen Woche die nötige Initialzündung geliefert. Erste Aktionen sind bereits geplant.

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Eine Initiative der Superlative

In das ehemalige Wehrbereichskommando ziehen bald Flüchtlinge ein. In Düsternbrook organisiert sich Hilfe.

Quelle: Frank Peter

Kiel . Ausgegangen war die Initiative vom Ortsbeirat, der im Hinblick auf die geplante Landesunterkunft im Gebäude des ehemaligen Wehrbereichskommandos Küste am Niemannsweg Hilfe für die Geflüchteten anschieben wollte. So entstand zunächst der Kontakt zur Heiligengeistgemeinde, die in Düsternbrook mit der Pauluskirche vertreten ist. Beim ersten Vernetzungstreffen in der vergangenen Woche fanden sich bereits um die 60 Menschen im Paulus-Pavillon am Niemannsweg ein. Es wurden Ideen gesammelt, wie man die neuen Nachbarn in Düsternbrook willkommen heißen und sie während ihres Aufenthalts unterstützen könnte. Und es hat sich ein fünfköpfiges Team zusammengefunden, das sich in den kommenden Wochen intensiv mit der Planung, Organisation und Betreuung der neuen Unterkunft beschäftigen will. „Wir haben auch Kontakt zu den Johannitern aufgenommen, die die neue Unterkunft leiten werden“, berichtet Pastorin Sigrun König vom Organisationsteam.

Rund 850 Flüchtlinge sollen am Niemannsweg vorübergehend untergebracht werden. Die Belegung soll kurz vor dem Jahreswechsel starten. Sobald feststeht, wann die ersten neuen Nachbarn einziehen, will das Organisationsteam eine Willkommensaktion direkt vor Ort auf die Beine stellen. Wenn die Unterkunft dann ihren Betrieb aufgenommen hat, sollen verschiedene Angebote geplant werden, um den Flüchtlingen zu helfen und Kontakte mit den Einheimischen zu ermöglichen. „Feststeht, dass wir ein Begegnungscafé mit ehrenamtlicher Unterstützung im Pavillon an der Pauluskirche einrichten wollen“, sagt Sigrun König. Angedacht sind außerdem Sprachbegegnungen – bewusst keine Sprachkurse. Alltagslotsen könnten den Flüchtlingen helfen, sich in ihrer neuen Umgebung besser zurechtzufinden. Auch Sportangebote für alle Altersklassen sowie Kreativgruppen für Kinder und Erwachsene könnte es geben.

Eine Fahrradwerkstatt wie in der Wik ist nicht vorgesehen, da die Unterkunft in Düsternbrook für die Flüchtlinge nur eine kurze Zwischenstation sein wird, und sie die reparierten Fahrräder nicht mitnehmen könnten. Es gebe aber Ideen von Ehrenamtlichen, Fahrräder in Eigeninitiative zu reparieren und der Einrichtung zur Verfügung zu stellen, sagt König. Eine mögliche Kleiderkammer sollte über die Bürgerinitiative „Kiel hilft Flüchtlingen“ laufen, da diese bereits entsprechende Kompetenzen aufgebaut habe. Das Orga-Team möchte in Düsternbrook Doppelstrukturen oder konkurrierende Angebote vermeiden.

Für die Willkommensinitiative soll demnächst ein eigener Verein gegründet werden. Um sich noch schneller vernetzen zu können und Interessierte mit aktuellen Informationen rund um den Niemannsweg zu versorgen, ist eine Internetseite im Aufbau. Eine erste Ideenwerkstatt soll am Dienstag, 12. Januar, um 19 Uhr im Pavillon der Pauluskirche Gelegenheit dazu bieten, den Gedankenaustausch fortzusetzen und in einzelnen Gruppen weitere Pläne auszuarbeiten.

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