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100 Millionen Euro für Marine in Kiel

Verteidigungsministerin 100 Millionen Euro für Marine in Kiel

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat am Freitag den Marinestützpunkt Kiel besucht. Dabei besichtigte sie ein Aufklärungsschiff und sprach mit Soldaten über den Alltag in der Flotte und die Sorgen und Nöte. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Infrastruktur.

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Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit Kapitänleutnant Tanja Merkl und einem Soldaten der Besatzung der "Alster".  

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Die Marine soll wieder wachsen, das kündigte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bei einem Besuch in Kiel an. "Die Zeit des Schrumpfens müssen wir jetzt hinter uns lassen", kündigte die Ministerin an. Einen besonderen Schwerpunkt bei der Trendwende der Bundeswehrplanung gibt es in Schleswig-Holstein. In Kiel bekam sie eine Führung von Kommandeur der Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Jan C. Kaack. Er präsentierte dabei das Einsatzspektrum der Flottille, von der etwa 30 Prozent der Einheiten durch Einsätze gebunden sind.

Beim Marinestützpunkt Kiel stehen die Zeichen wieder auf Ausbau. "Der Standort Kiel ist für uns ein ganz wichtiger. Das merkt man daran, dass wir hier im Rahmen der Trendwende Personal beschlossen haben 1000 zusätzliche Dienstposten bei der Einsatzflottille 1 aufzubauen", sagte Verteidigungsministerin bei dem Besuch auf dem Aufklärungsschiff "Alster". Derzeit hat die Einsatzflottille 1 an den Standorten Kiel, Eckernförde und Warnemünde rund 4000 Dienstposten.

Infrastruktur ist Schwerpunkt

Ein Schwerpunkt bei der Zukunftsplanung ist die Infrastruktur. "Wir haben in den vergangenen fünf Jahren 40 Millionen Euro in Kiel investiert. In den kommenden fünf Jahren werden es noch einmal über 100 Millionen Euro sein", sagte von der Leyen. Insgesamt ist Schleswig-Holstein der Bundeswehrstandort mit einer großen Bedeutung. "Wir planen in der nächsten Dekade eine halbe Milliarde Euro hier in Schleswig-Holstein zu investieren", sagte die Ministerin. Mit Blick auf die Flotte und die Kapazitäten verwies auf die Beschaffung neuer Systeme.

Das Thema Korvetten war beim Ministerbesuch auf dem Aufklärungsschiff auch auf der Tagesordnung. Zuvor war bekannt geworden, dass die Werften Lürssen und TKMS bei ihrem Angebot zum Nachbau von fünf weiteren Korvetten der Klasse K130 statt der vom Haushaltsausschuss bereitgestellten 1,5 Milliarden Euro stolze 2,9 Milliarden Euro fordern. "Die Korvetten braucht die Marine dringend. Wir sind jetzt mit dem Auftragnehmer in harten Verhandlungen", sagte die Ministerin mit Blick auf die Reaktion nach der Vorlage des Angebots der Werften. Am Plan hält sie aber fest. "Mein Ziel ist, dass wir in dieser Legislaturperiode den Vertrag auf den Weg bringen können", so die Ministerin. Jedoch nicht um jeden Preis. "Wir wollen einen guten, fairen und einen realistischen Vertrag mit der Industrie abschließen", ergänzte von der Leyen. Der Forderung der Industrie nach 2,9 Milliarden Euro erteilte sie dabei ein deutliche Absage. "Ziel ist ein realistischer Vertrag. Wenn dass nicht gelingt, müssen die Karten neu gemischt werden", sagte von der Leyen.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat am Freitag den Marinestützpunkt besucht. Hier finden Sie die Fotos des Tages.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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