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Die Erinnerung darf nicht verblassen

Volkstrauertag Die Erinnerung darf nicht verblassen

Am Volkstrauertag wird traditionell der Millionen Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften gedacht. Die Terroranschläge in Paris am vergangenen Freitag sowie die Flüchtlingsbewegung nahmen in der zentralen Gedenkstunde des Landes in Kiel einen breiten Raum ein.

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Auf dem Kieler Nordfriedhof legte Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler einen Kranz nieder.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) mahnte an, die Erinnerung an Krieg und Zerstörung, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht zu vergessen. Hierbei helfe die Arbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Vor dem Hintergrund der Terroranschläge in Paris sagte Albig, dass der Weg der Völkerfreundschaft und der Völkerverständigung der richtige sei. Diese Werte werde Deutschland sich nicht von fanatischen Verbrechern nehmen lassen.

 Der Volkstrauertag sei auch heute noch aktuell und relevant. Das Asylrecht, die Europäische Union und die Vereinten Nationen seien Beispiele dafür, was aus dem militärischen, wirtschaftlichen, politischen und moralischen Zusammenbruch 1945 entstanden sei, sagte Albig. Heute seien alle drei Errungenschaften jedoch in Frage gestellt. Deutschland könne die Probleme nicht im Alleingang lösen. „Es muss möglich sein, drei Millionen Menschen auf der Flucht, mit denen die EU bis 2017 rechnet, in einer Staaten- und Wertegemeinschaft mit einer halben Milliarden Menschen aufzunehmen“, sagte Albig.

 Auch Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) ging auf die Flüchtlingskrise ein. Für ihn stünden vor allem logistische Fragen wie die Unterbringung und die Versorgung der Asylbewerber im Vordergrund. „Noch reden wir kaum darüber, dass eine große Zahl der Menschen, die zu uns kommen, schwerste traumatische Erlebnisse mit sich tragen. Viele von ihnen sind Kinder und Jugendliche, deren Leben ganz oder zu einem großen Teil nur durch Kriegserlebnisse bestimmt war“, sagte er.

 Bei der Gedenkstunde des Kieler Kreisverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Sonnabend auf dem Nordfriedhof schloss Kiels stellvertretender Stadtpräsident Robert Vollborn (CDU) die Anschlagsopfer in der französischen Hauptstadt in seine Gedenkrede ein. „Wir stehen sinnbildlich an ihrer Seite“, sagte er. An der Gedenkstunde nahmen auch Mitglieder der Landesregierung, der Bundeswehr, des Kiel Training Centre sowie Vereine und Verbände der Opfer beider Weltkriege teil.

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