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Neues Zuhause für alle Generationen

Wahlestraße in Ellerbek Neues Zuhause für alle Generationen

Die Wahlestraße wird weiter aufgemöbelt: Wo Gammelblocks und Müllecken über viele Jahre lang ein Schandfleck des Stadtteils waren, entstehen nun weitere moderne Wohnungen für alle Generationen.

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Richtfest wurde in der Wahlestrasse für den dritten Bauabschnitt gefeiert. Im kommenden Jahr können hier voraussichtlich junge Familien einziehen.

Quelle: Karin Jordt

Ellerbek. Am Freitag wurde Richtfest für den zweiten und dritten Bauabschnitt gefeiert. Außerdem präsentierte die Gewoba Nord Baugenossenschaft den zahlreichen Gästen eine Musterwohnung. „Am letzten Arbeitstag vor den Ferien mache ich noch etwas Schönes“, freute sich Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Die Genossenschaft habe Mut bewiesen, eine ganze Straße und damit den Stadtteil aufzuwerten. Auch im benachbarten Wohngebiet Alt-Ellerbek bestehe großer Handlungsbedarf. Zusammen mit freien Flächen des Marinearsenals ließe sich „ein Stadtteil im Stadtteil“ schaffen: „Ich sehe da Potenzial für 400 bis 500 Wohnungen“, meinte der OB, „wir brauchen dringend Wohnraum für Menschen mit kleinem Geldbeutel.“

In der Wahlestraße engagiert sich die Gewoba Nord Baugenossenschaft seit 2012. Im ersten Bauabschnitt entstanden ab 2013 auf der Südwestseite der Straße 83 barrierearme Wohnungen mit Service, die bereits bezogen wurden. Hier können die Mieter verschiedene Serviceangebote nutzen.

Weitere 68 Wohnungen

Im zweiten und dritten Bauabschnitt, Wahlestraße 15 bis 17 sowie 29 bis 35, investiere die Genossenschaft für weitere 68 Wohnungen rund 11 Millionen Euro, erläuterte Vorstand Dietmar Jonscher. Insgesamt würden 151 Wohnungen neu gebaut und weitere bestehende Häuser in der Nachbarschaft übernommen. „Gut 22 Millionen Euro Investitionen stecken in der Wahlestraße insgesamt“, erklärte Jonscher. Der zweite Bauabschnitt werde Ende des Jahres fertig werden, in den dritten Gebäudekomplex könnten die Mieter voraussichtlich im März 2017 einziehen.

Ziel der Ellerbeker Bauprojekte ist nach Angaben des Unternehmens, nicht nur bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sondern auch „ein lebendiges Miteinander der Generationen und gegenseitige Hilfe“ zu fördern. In der Service-Wohnanlage, Wahlestraße 22 bis 28, haben vor allem Senioren ein neues Zuhause gefunden. Die Diakonie Altholstein organisiert im Quartiersbüro des Gebäudes zahlreiche Aktivitäten für Bewohner und Nachbarn und lädt alle Interessierten ein, ebenfalls etwas auf die Beine zu stellen. So gibt es bereits einen Treffpunkt, Ü-60-Gymnastik, einen Singkreis, Spiele-Nachmittage, eine Nähwerkstatt, Sozialberatung und Ideen für gemeinsame Gartenarbeit. Der zweite und dritte Abschnitt wurde für Paare, junge Familien und Singles konzipiert. Die Wohnungen sind zwischen 47 und 82 Quadratmetern groß – mit moderner Ausstattung, großzügigen Bädern, Aufzügen und teilweise Balkons.

Die Gewoba Nord mit Hauptsitz in Schleswig wurde 1949 gegründet. Mit rund 12000 Mitgliedern ist sie eine der größten Baugenossenschaften in Deutschland und hat nach eigenen Angaben knapp 6000 Wohneinheiten im nördlichen Schleswig-Holstein, in Kiel, Hamburg und Umgebung. Weitere Bauprojekte in der Landeshauptstadt seien geplant, kündigte Jonscher an.

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