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Kieler SPD schickt eine Frau ins Rennen

Wahlkreis West Kieler SPD schickt eine Frau ins Rennen

Die Kieler SPD hat am Freitag nach einer emotionalen Debatte die stellvertretende Ratsfraktionsvorsitzende Özlem Ünsal zur Landtagskandidatin für den Wahlkreis West bestimmt. Die 42-Jährige setzte sich nach dem zweiten Wahlgang knapp mit 59 zu 54 gegen Ratsherrn Falk Stadelmann (44) durch.

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Nach fast drei Stunden gewann Özlem Ünsal knapp gegen Falk Stadelmann (li.), Andreas Arend (re.) zog seine Kandidatur nach dem ersten Wahlgang zurück.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel.  Kreisvize Andreas Arend (47) zog seine Kandidatur nach dem ersten Wahlgang, in dem er 20 Stimmen erhielt, zurück. Nach drei Mitgliederversammlungen hat die Kieler SPD ihre Nominierungen für die Landtagswahl 2017 damit abgeschlossen."

Erst vergangene Woche erzielte Landtagsabgeordneter Bernd Heinemann als einziger Kandidat für den Kieler Osten 93 Prozent der Stimmen. Davor hatte sich Ministerpräsident Torsten Albig mit 62 Prozent der Stimmen gegen die frühere Ratsfrau Gesine Stück als Direktkandidat für den Norden durchgesetzt. Die Wahl für den Wahlkreis Kiel West war mit besonderer Spannung erwartet worden, da drei hervorragende Bewerbungen von kompetenten Kandidaten vorlagen, wie alle Redner versicherten. Aber es konnte nur einen Sieger bzw. Siegerin geben. „Wer immer durchs Ziel geht, wird die vollständige Unterstützung aller Genossen und Genossinnen in Kiel West erhalten. Das erwarte ich“, beschwor Kreisvorsitzender Jürgen Weber die Geschlossenheit des Kreisverbandes für überaus schwierige Wahlkämpfe. Trotzdem gab sich der langjährige Landtagsabgeordnete für den Kieler Westen, der nicht wieder angetreten war, siegesgewiss, dass sich Kiel wieder als SPD-Hochburg in allen drei Wahlkreisen erweist.

 In persönlichen Reden bezeichneten Ünsal, Stadelmann und Arend die SPD als die politische Kraft für soziale Gerechtigkeit. Die Partei angesichts sinkender Zustimmung wieder zu mehr Stärke zu verhelfen und den Rechtspopulisten von der AfD entgegenzutreten, diese Ziele einte sie auch. Die zum Teil heftige Aussprache danach offenbarte jedoch, dass etliche Sozialdemokratinnen nach zwei Männern jetzt endlich eine erfahrene, gut vernetzte Frau ins Rennen schicken wollten. „Gemeinsam sozial handeln“, der Slogan der SPD habe sie als Gastarbeiterkind mit türkischen Wurzeln überzeugt, erzählte die Mitarbeiterin im Innenministerin und Wirtschaftspolitikerin sichtlich bewegt. Sie will sich für gute Arbeit, gerechte Bildung, Integrationspolitik und Frauenrechte im Landtag stark machen.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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