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Waldwiesenkreuz wird saniert

Poröse Abdichtung Waldwiesenkreuz wird saniert

Das Waldwiesenkreuz ist in die Jahre gekommen und muss im kommenden Jahr dringend saniert werden. Bei einer intensiven Prüfung haben Ingenieure festgestellt, dass die Abdichtung auf beiden Brücken der Hamburger Chaussee über den Theodor-Heuss-Ring (B76) undicht sind und der Beton darunter bröselt.

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Auf dem Waldwiesenkreisel wird im kommenden Jahr gebaut: Die Brücken aus dem Jahr 1967 sind undicht und der Beton bröselt auf die B 76.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Geplant ist, dass die Arbeiten an dem Bauwerk aus dem Jahr 1967 im April kommenden Jahres beginnen. Damals gebaute Brücken haben eine Lebensdauer von 70 bis 80 Jahren – vorausgesetzt, sie werden in der Zwischenzeit instandgesetzt. „Nach 48 Jahren ist das jetzt am Waldwiesenkreuz überfällig“, sagte Udo Weißel, stellvertretender Leiter des städtischen Tiefbauamtes. Kernbohrungen haben bei der Prüfung ergeben, dass die Abdichtung unter den Fahrbahnen durchlässig ist. Die Salzlake, die im Winter beim Streuen und durch Tauwasser entsteht, ist durch die Fahrbahndecken sowie Abdichtungen gesickert und hat den darunterliegenden Beton angegriffen. Auch die Widerlager, auf denen die Brücken aufliegen, und die sogenannten Kappen mit den Geländern, auf denen die Fuß- und Radwege sind, werden im Zuge dessen mitsaniert und erneuert. Die Arbeiten sollen von April bis November dauern. Autofahrer müssen sich auf Behinderungen einstellen, weil pro Fahrtrichtung nur eine Spur zur Verfügung steht.

Zunächst wird je Brücke eine Fahrbahn abgefräst und die Abdichtungen abgetragen. „Dann reparieren wir die Oberfläche der angegriffenen Betonkonstruktion und die Brückenwiderlager“, erklärte Weißel. Im nächsten Abschnitt wird Bitumen aufgebracht und anschließend eine neue Asphaltdecke. Sobald eine Spur auf einer Brücke fertig ist, wird die zweite repariert. Zu jeder Zeit will die Stadt gewährleisten, dass die Abbieger vom und auf den Theodor-Heuss-Ring nicht blockiert werden. Da die Kappen nacheinander gemacht werden, steht zu den Zeiten nur eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer zur Verfügung.

Zu möglicherweise massiven Verkehrsbeeinträchtigungen kommt es erst 2017. Der Grund: Auch die Stahlspundwände am Theodor-Heuss-Ring und die Befestigungen, auf denen die beiden Brücken liegen, haben über die Jahre gelitten und müssen instand gesetzt werden. „Behinderungen wird es auf jeden Fall geben. Wir wissen noch nicht genau, wie wir es machen. Vielleicht mit Hängegerüsten, um den Verkehr wegen des beengten Straßenquerschnittes der B76 nicht zu sehr einzuschränken“, sagte Weißel. Die Baukosten für die Arbeiten in den kommenden beiden Jahren betragen insgesamt 1,85 Millionen Euro. 15 Jahre lang sollen die beiden Brücken und Spundwände dann ohne größere Reparaturen halten.

Das Waldwiesenkreuz hat eine bedeutende Funktion im Kieler Straßennetz. Es verknüpft den Stadtteil Hassee mit dem Zentrum und bindet beide Stadtteile an den Theodor-Heuss-Ring an. Etwa 30000 Fahrzeuge fahren täglich über die Hamburger Chaussee. 25000 Pkw und Lkw nutzen die Zu- und Abfahrten auf die B76. Mit etwa 100000 Fahrzeugen pro Tag hat der Theodor-Heuss-Ring den Spitzenwert im Verkehrsnetz der Landehauptstadt.

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Ein Artikel von
Günter Schellhase
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