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Reservoir soll Duschspitze abpuffern

Wasserspeicher Kiel-Projensdorf Reservoir soll Duschspitze abpuffern

Eine riesige Baugrube hat sich seit dem Sommer in Projensdorf aufgetan. Die Stadtwerke bauen im Bereich Langenrade/Manrade/Bundesstraße 503 einen Trinkwasserspeicher für 11.000 Haushalte. Die Bauarbeiten laufen nach Plan. Die Stadtwerke sind darauf bedacht, die Belange der Anwohner zu berücksichtigen.

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Unter der Regie von Projektleiter Axel Briege bauen die Stadtwerke derzeit in Projensdorf einen riesigen neuen Trinkwasserspeicher.

Quelle: Christoph Jürgensen

Kiel. Die Tiefbauarbeiten konnten bereits vor einigen Wochen abgeschlossen werden. Bis dahin haben Kipplaster insgesamt 3000 Kubikmeter Erde abgefahren. Der Grund der Baugrube ist mittlerweile ausbetoniert worden, um eine ebene Fläche zu schaffen. Darauf wird als nächstes die Sohle für die zwei 900 Kubikmeter großen Wasserbehälter geschüttet. Die Sohle für den benachbarten Technikraum ist bereits geschüttet worden.

Offenes Ohr vor allem für die direkten Anwohner

Die Einbeziehung der Bürger, insbesondere der direkten Nachbarn, ist den Stadtwerken bei diesem Projekt besonders wichtig. Während der ersten Präsentation im Ortsbeirat vor einem Jahr schlug Projektleiter Axel Briege noch große Skepsis entgegen. In mehreren Gesprächen hat er daraufhin die Bedenken und Anregungen der Anwohner aufgenommen. „Inzwischen sind die Rückmeldungen sehr positiv“, berichtet er. So haben die Stadtwerke nicht nur die Entwürfe für die Außengestaltung des Wasserspeichers angepasst, sie wollen auch während der Bauphase die Belange der Nachbarn berücksichtigen. Außerdem erfolgte die Einbringung der Spundwände für die Baugrube nicht im üblichen Rammverfahren, das für Lärm und Erschütterungen sorgt. „Wir haben den Boden durch Bohrungen aufgelockert und die Spundwände dann hineingepresst“, erklärt Briege, der weiterhin ein offenes Ohr für die Anwohner hat.

Einweihung vielleicht schon im Herbst 2016

Von Anfang an hatten die Stadtwerke die Absicht, den Wasserspeicher weitgehend in das Landschaftsbild einzufügen. Nachbarn und Spaziergänger auf dem angrenzenden Wanderweg sollten nicht auf eine „Doppelgarage“ gucken, so Briege. Der Speicher liegt daher größtenteils unter der Erde, das Dach wird begrünt und mit Flachwurzelgehölzen bepflanzt. Die Betonbauarbeiten – knapp 1000 Kubikmeter werden insgesamt verbaut – sollen im Frühjahr nächsten Jahres abgeschlossen werden. Parallel dazu soll der technische Ausbau mit Elektrik, Fernsteuerung, Rohrleitungen und Pumpen beginnen.

Und wenn die Arbeiten weiter so reibungslos verlaufen, kann der zwei Millionen Euro teure Wasserspeicher im Herbst 2016 eingeweiht werden. Er löst dann das alte Reservoir in der Böschung zur Holtenauer Hochbrücke ab, das noch aus der Zeit des Kalten Krieges stammt. Seine Aufgabe wird es sein, die täglichen Spitzen im Wasserverbrauch – etwa zur morgendlichen Duschzeit – abzupuffern und die Zuverlässigkeit des gesamten Kieler Trinkwassersystems abzusichern.

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Foto: Die beiden Reinwasserspeicher am Wasserwerk Armensee fassen je 2500 Kubikmeter Trinkwasser.

Die Stadt Rendsburg hat ihre Trinkwasserversorgung für die Zukunft fit gemacht. Am Dienstagabend weihten die Stadtwerke Rendsburg ihren neuen Reinwasserspeicher am Wasserwerk Armensee ein. Die Anlage soll nicht nur die Menschen in der Kreisstadt, sondern in der ganzen Region in den nächsten Jahrzehnten mit dem Nahrungsmittel Nummer Eins versorgen können.

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