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Die Stadt sieht Nachholbedarf

Weihnachtsmärkte Die Stadt sieht Nachholbedarf

Die Pläne für einen weiteren Weihnachtsmarkt in Kiel haben viele Fragen in der Politik ausgelöst. Das Dezernat für Stadtentwicklung und Umwelt verschickte jetzt acht Antworten: Die Stadt würde durch einen zweiten Weihnachtsmarkt in den ersten zwei Jahren auf jeweils rund 84 000 Euro Standgebühren verzichten müssen.

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Mit historischen Pavillons und zwei Schankhäusern wollen die Veranstalter den Rathausplatz beleben.

Quelle: hfr

Kiel. Trotzdem sieht die Stadt keinen Wettbewerbsnachteil für den traditionellen Weihnachtsmarkt: Um etwa 60 nordische Hütten zu zimmern und die Infrastruktur aufzubauen, müssten die beiden Veranstalter demnach große Summen in die Hand nehmen. Grandezza Entertainment und Epa Events Promotion wollen bereits in diesem Jahr den Weihnachtsmarkt auf eigene Kosten und „im Zeichen der Wichtel“ aufziehen. Es sei aber vorstellbar, heißt es in den Antworten an die Mitglieder des Wirtschafts-, Innen- und Umwelt- sowie Bauausschusses, den Betreibern auf dem Holstenplatz für umfassendere „Investitionsmaßnahmen ebenfalls entgegenzukommen.“ Einzelne neue Beschicker von der Gebührenpflicht zu befreien, lehnt die Stadt mit Hinweis darauf ab, dass es um die Realisierung eines neuen Gesamtkonzepts geht, um Kiel als Standort in der Vorweihnachtszeit stärker zu positionieren.

Die Holtenauer unterstützen

Wie berichtet, fürchten die Schausteller, Handwerker und Betreiber unter anderem, dass der Ausbau der Weihnachtsmärkte zu überdimensioniert für Kiel sein könnte. In einer Antwort zitiert Nico Sönnichsen vom Stadtplanungsdezernat die Einschätzung von Kiel-Marketing, dass Kiel mit der Fläche von etwa 3000 Quadratmetern derzeit „noch weit unterproportional bespielt“ wird – im Gegensatz zu Lübeck mit großen Weihnachtsarealen und etlichen Unterstandorten. Die Schlussfolgerung lautet daher, dass ein weiterer, ebenfalls 3000 Quadratmeter großer Standort auf dem Rathausplatz „Kiel in etwa auf den Stand vergleichbarer Städte heben würde.“ Deshalb sei es sinnvoll, auch die Werbegemeinschaft „die Holtenauer“ zu unterstützen, einen weiteren kleinen hochwertigen Weihnachtsmarkt auf der Grünfläche gegenüber der Mittelstraße aufzubauen.

Probleme sieht die Stadt auch nicht mit dem Eisfestival: Die Stadtwerke hätten sich grundsätzlich einverstanden erklärt, die Eisbahn zeitlich oder räumlich zu verlegen, sollte das Weihnachtsdorf seine Türen auf dem Rathausplatz öffnen können.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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