23 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Atrium mit asiatischem Akzent

Wellingdorf Atrium mit asiatischem Akzent

Mit dem Atriumbau war 1964 die Periode des Wiederaufbaus am Gymnasium Wellingdorf abgeschlossen. Kern des damals neuen Schulgebäudes bildete ein Innenhof, der lange Zeit für Unterricht im Freien oder als Aufenthaltsort genutzt wurde.

Voriger Artikel
Urteil nach Raubserie rechtskräftig
Nächster Artikel
Talente erkennen und fördern

Luca Onur (15), Celina Bengtson (16) und Lea Stein (15), Schülerinnen des Kunst-Profils (von links), präsentieren ihren Siegerentwurf „Pure Asia“, der Grundlage sein soll für die Neugestaltung des Atriums.

Quelle: Volker Rebehn

Wellingdorf. Seit langem liegt er aber brach, dient vor allem als Abstellplatz. Das soll sich ändern. Schüler haben Pläne für eine Neugestaltung entwickelt, die auch realisiert werden sollen. Klappt alles, könnte bald ein asiatischer Akzent in dem Kieler Ostufergymnasium gesetzt werden. In sechs Dreiergruppen hatten sich Schülerinnen und Schüler des Kunstprofils im elften Jahrgang im Rahmen eines Unterrichtsprojekts unter der Leitung von Wiebke Kohlscheen Gedanken zum Thema „Umgestaltung unseres Atriums“ gemacht.

Die erarbeiteten Modelle und Konzepte bewertete eine Jury mit dem Landschaftsarchitekten Jörn Wagner, Jan Doose vom Kieler Grünflächenamt und Rolf Reiner Maria Borchard, emeritierter Professor für Gestaltungsfragen an der Muthesius Kunsthochschule. Die Fachleute entschieden: In Bezug auf Stimmigkeit, Originalität und Umsetzbarkeit bewerteten sie den Entwurf „Pure Asia“ von Luca Onur (15), Lea Stein (15) und Celina Bengtson (16) als den besten. Wer, von der Schulmensa kommend, den von den Dreien gestalteten, gut 300 Quadratmeter großen Innenbereich betritt, durchschreitet zunächst einen traditionellen japanischen Torbogen. Ein runder Pavillon, im gleichen, rötlich warmen Ton gehalten wie der Torbogen, lädt ebenso zum Verweilen ein wie eine den Stamm eines kleinen Baumes umgebende Sitzbank. Das Grün des Innenhofes wird von asiatischen Pflanzen bestimmt. Die Skulptur einer länglichen Schlange kann als Sitzgelegenheit genutzt werden. Weitere Liegebänke und eine neu gestaltete Terrasse vor der Schulmensa runden den Entwurf ab.

„Wir haben sehr viel Zeit, auch außerhalb des Unterrichts, in das Projekt gesteckt“, erzählen Celina, Luca und Lea. Die Drei hoffen jetzt, dass ihr Entwurf auch bei Mitschülern und Lehrern auf Gegenliebe stößt. Es soll in Zusammenarbeit mit ihren Mitschülern verfeinert werden. Wie Schulleiter Uwe Borstelmann erklärte, wolle man „nicht nur trocken schwimmen“. Er hoffe, dass die gesamte Schulgemeinschaft mitziehe, damit die Atrium-Umgestaltung gelingen kann.

Es gebe zwar zurzeit kein Budget, das eine sofortige Realisierung erlaubt. Ziel sei es daher, Sponsoren zu gewinnen und die Stadt mit ins Boot zu bekommen, um das Vorhaben Schritt für Schritt umsetzen zu können. Nach Möglichkeit solle bereits zu Beginn der diesjährigen Pflanzsaison begonnen werden. „Die Aufgabe ist eine Herausforderung. Wir können aber stolz sein, wenn wir das hinkriegen“, sagte Schulleiter Uwe Borstelmann.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3