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Stadt will Wohncontainer aufstellen

Wellseedamm Stadt will Wohncontainer aufstellen

Die Stadt Kiel möchte östlich des Umspannwerks auf dem Areal an der Gabelung Wellseedamm Richtung Poppenbrügger Weg in Kronsburg und Wellseedamm Richtung Moorsee eine Containerunterkunft für etwa 200 Flüchtlinge errichten. Ob auf dem Gelände die notwendigen Voraussetzungen gegeben sind, wird jetzt geprüft.

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Die Ortsbeiratsmitglieder (von links) Marco Outzen und Stefan Müller.

Quelle: Ingrid Haese

Wellsee/Kronsburg. Auf der März-Sitzung des Ortsbeirates Wellsee/Kronsburg/Rönne im Vereinsheim des SC Fortuna Wellsee stellte Arne Leisner, Abteilungsleiter im städtischen Amt für Wohnen und Grundsicherung, jetzt das Vorhaben vor. Er berichtete, die Stadt Kiel habe im vergangenen Jahr knapp 3500 Flüchtlinge aufgenommen, rechne für 2016 mit einer ähnlichen Zahl, denn seit Jahresbeginn seien bereits 650 Asylbewerber aufgenommen worden. Von allen in Deutschland ankommenden Flüchtlingen würden nach dem Königsteiner Schlüssel 3,4 Prozent auf Schleswig-Holstein verteilt, davon erhalte Kiel 8,7 Prozent.

Unterkünfte für fünf Jahre

Die Stadt suche in allen Stadtteilen nach verfügbaren Flächen für Unterkünfte. Die Fläche am Umspannwerk gehöre den Stadtwerken Kiel, die es zur Verfügung stellen. Um zu prüfen, ob auf dem Gelände Wohnen möglich sei, müsse dort auch gerodet werden, was laut Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege bis zum 15. März geschehen müsse. Grundsätzlich gelte derzeit in Kiel, man plane die Flüchtlingsunterkünfte für fünf Jahre. Auf die Frage aus dem Publikum, ob sich die ausgewiesene Fläche nicht in einem Industriegebiet befinde, antwortete Arne Leisner: „Soweit ich weiß, ist es ein Mischgebiet. Ich gehe vom heutigen Stand davon aus, dass wir dort bauen dürfen. Wir lassen das jetzt aber erst prüfen. Wenn das Bauordnungsamt uns nicht das Okay gibt, werden wir dort nicht bauen. Jetzt werden wir uns den Baugrund angucken. Nächster Schritt wäre dann, entsprechende Bauanträge zu stellen. Danach kommen wir in den Ortsbeirat, um vorzustellen, was möglich ist. Wenn es nach uns geht, müsste auf der Fläche noch vor dem Sommer etwas passieren.“

Alle sollen sich dabei wohlfühlen

Ortsbeiratsmitglied Achim Stange (CDU) erkundigte sich, wie in der geplanten Unterkunft die soziale Betreuung voraussichtlich aussehen werde. Arne Leisner erläuterte, die Betreuung erfolge von Trägern der Wohlfahrtpflege, das sei zum Beispiel der Christliche Verein zur Förderung sozialer Initiativen, der auch mit ehrenamtlichen Strukturen zusammenarbeite. Meistens bilde sich in der Nachbarschaft ein sozialer Unterstützerkreis. So gebe es in allen Unterkünften auch Fahrradwerkstätten, die gut funktionierten. Ortsbeiratsvorsitzender Marco Outzen (SPD) sagte abschließend: „Ich bin zuversichtlich, dass wir in Kronsburg und Wellsee Menschen finden, die sich einbringen wollen, sodass sich die Flüchtlinge wohlfühlen können und auch die Menschen, die in dem Gebiet schon wohnen, sich ebenfalls wohlfühlen.“

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