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Ulf Kämpfer lud zur 1. Kindersprechstunde

Weltkindertag Ulf Kämpfer lud zur 1. Kindersprechstunde

In Kiel zeigte sich der Anlass am Dienstag am allerbesten in einem etwas anderen Arbeitstag für Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und einem ebenso aus dem Rahmen fallenden Schultag für die Klassen 4b (24 Schüler) und 4c (27 Schüler) der Ellerbeker Gerhart-Hauptmann-Schule.

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„Hast du einen Diener?“, fragte Yasar aus der Klasse 4c der Gerhart-Hauptmann-Schule den Oberbürgermeister. Der hatte am Weltkindertag rund 50 Viertklässler zur ersten Kindersprechstunde ins Rathaus eingeladen.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Um Punkt 10 Uhr waren die ersten Viertklässler zur ersten Kindersprechstunde im Rathaus eingeladen, doch schon zehn Minuten früher stürmten sie das Amtszimmer des OB. Mit all ihren bunten Plakaten und den auf langen Papierstreifen notierten Fragen, die sie zusammen mit Lehrkräften und Mitarbeitern des städtischen Kinder- und Jugendbüros in einer Projektwoche vor den Ferien vorbereitet hatten.

Allerbester Frage-und-Antwort-Modus

Bald saßen Kämpfer und die Kinder auf dem Fußboden im allerbesten Frage-und-Antwort-Modus. „Wie wurden Sie gewählt?“, „Was machen Sie in der Freizeit?“ oder „Wohnen Sie in einer Villa?“ – dieses und noch viel mehr wollten die jungen Besucher herausfinden. Im gediegenen Büro, dort wo sonst Dokumente unterzeichnet werden und wichtige Besucher sich ins Gästebuch eintragen, erfuhren die Jungen und Mädchen Überraschendes, Gegensätzliches und auch Selbstkritisches vom obersten Kieler Bürger. Zum Beispiel, dass der nicht mal ein eigenes Auto besitzt, obwohl er doch jeden Monat 10000 Euro verdient. Aber auch so Beruhigendes wie die Information, dass Sohn Johann fast genauso alt ist wie sie selbst und ziemlich die gleichen Probleme hat. „Der besucht jetzt die fünfte Klasse der neuen Schule. Statt 120 Kinder sind dort 1400, super aufregend“, plauderte der OB nun ganz auf Augenhöhe mit den Kindern.

Der Bann war gebrochen. „Mögen Sie Sport?“, prasselten die nächsten Fragen weiter auf ihn ein. „Ja, total gerne! Früher Fußball, Fußball und nochmal Fußball. Aber ich hab’ auch Tischtennis, Luftgewehrschießen und Leichtathletik ausprobiert. Heute schaffe ich es höchstens mal, joggen zu gehen. Und ihr?“ Keine Frage, Kämpfer war ein Freund. „Ringen“, lautete lakonisch die Antwort von nebenan. Begeistert wurden dann Erlebnisse aus dem Hochseilgarten ausgetauscht, aber auch Beschwerden wegen kaputter Spielgeräte oder Mülls im Stadtteil vorgebracht. „Ziemlich doof“, fand auch der OB, aber er wolle nicht überall Aufpasser hinstellen müssen für Leute, die immer alles kaputtmachen. „Ihr werdet ja auch einmal 16 oder 18. Da ist es dann wichtig, dass ihr so etwas nicht macht.“

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Ein Artikel von
Susanne Blechschmidt
Lokalredaktion Kiel/SH

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