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Kraftakt für das Klima

Wettbewerb "Stadtradeln" Kiel Kraftakt für das Klima

Gut für den Kreislauf, gut für’s Klima und gut für’s Kiel-Image: 853 Kieler leisteten sich und ihrer Stadt gute Dienste, indem sie beim Wettbewerb „Stadtradeln“ vom 10. bis 30. September statt aufs Gas in die Pedalen ihrer Räder traten. Insgesamt 149 901 Kilometer bewältigten sie in diesem Zeitraum und vermieden so einen Kohlendioxid-Ausstoß von 21 586 Kilogramm.

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Ian Hoesle schaffte 1106 Kilometer in 21 Tagen. Für den aktiven Radsportler sind solche Distanzen offenbar nichts ungewöhnliches. Schließlich habe er gerade die 13 000er-Kilometermerke für das laufende Jahr überschritten.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Grund genug, den Radlern für ihren (Kraft-)Einsatz im Dienste ihrer Heimatstadt im Rahmen einer kleinen Feier in der Kieler Universität mit Preisen und Urkunden zu danken. Wie berichtet, hatte die Stadt ihre Bürger zur Teilnahme an dem bundesweiten Radel-Wettbewerb aufgerufen, der vom Städtenetzwerk „Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder“ initiiert wurde. Ganz vorne im Bundesvergleich landete Kiel bei der ersten Teilnahme an der Radelkonkurrenz mit 341 deutschen Teilnehmerkommunen zwar nicht, kam mit den fast 150 000 abgestrampelten Radkilometern aber immerhin auf einen achtbaren Platz 47.

 In der Schleswig-Holstein-Wertung belegte die Landeshauptstadt Platz fünf deutlich vor Husum (87 000 Kilometer), aber knapp hinter Pinneberg (160 390). Den Landessieg fuhr Lübeck (272 419) ein. Im Bundesvergleich strampelten die Leipziger und Dresdener Radfahrer mit jeweils über einer Million Kilometer an die Spitze des Teilnehmerfeldes.

 In der Kiel-Wertung erreichte der Kieler Radsportverein mit durchschnittlich 683 Kilometern pro Teilnehmer Platz eins der Teams mit den „radelaktivsten“ Teilnehmern. Darunter stach Ian Hoesle mit seiner beeindruckenden Einzelleistung von 1106 Kilometern in 21 Tagen hervor. Für den aktiven Radsportler sind solche Distanzen offenbar nichts ungewöhnliches. Schließlich habe er gerade die 13000er-Kilometermerke für das laufende Jahr überschritten. Als Team mit den insgesamt meisten gefahrenen Kilometern (25621) spurteten die 200 akademischen Radfreunde der Christian-Albrechts-Universität (CAU) an die Spitze des Feldes gefolgt von den 134 sportlichen Mitarbeitern der Kieler Stadtverwaltung mit 24529 Kilometern. Auf Platz drei kam das „Geomar“-Team um dessen Kapitän und international renommierten Klimaforscher Prof. Mojib Latif.

 Harten Einsatz für’s Klima durch Auto-Abstinenz zeigte CAU-Kanzler und Teamkapitän Frank Eisoldt, der drei Wettbewerbswochen lang komplett auf die Nutzung seines Wagens verzichtete, mit diesem guten Beispiel sogar zum „Kieler Stadtradel-Star“ avancierte. Nur einmal brach Eisoldt seinen „Schwur“. „Da musste ich zu einer Klausurtagung in Tannenfelde. Diese 60 Kilometer waren dann doch zu weit für eine Radtour“.

 Ansonsten sei ihm der Verzicht bis auf „gelegentliche Überwindung meiner Trägheit“ nicht wirklich schwergefallen. Beim Lebensmittel-Einkauf habe er auf die gute Nahversorgung durch Geschäfte in Nähe seiner Wohnung zurückgreifen können. Sein Versprechen, auch in Zukunft das Auto öfter mal stehen zu lassen, kann Eisoldt künftig noch leichter einhalten. Denn als Anerkennungspräsent bekam er von Kiels Bürgermeister Peter Todeskino witterungsbeständige Fahrradtaschen. Auch als Uni-Kanzler will sich Eisoldt künftig für noch mehr Zweiradmobilität einsetzen. Grundlage dafür sei ein gerade verabschiedetes „bahnbrechendes“ Verkehrskonzept der CAU. Einer der Kernpunkte darin: Die Universität will sich am Ausbau der Veloroute zehn durch Zuwegungen auf ihren Grundstücken Richtung Campus sowie durch Einrichtung von Service-Stationen finanziell beteiligen. „Denn laut Gutachten gibt noch ein riesiges Potenzial von Studierenden und Mitarbeitern, die wir noch zu stärkerer Rad-Nutzung motivieren könnten.“

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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