18 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Mobilitäts-Check mit Spaßfaktor

Wettbewerb der Stadt Mobilitäts-Check mit Spaßfaktor

Wie nachhaltige urbane Mobilität in Kiel auch ohne Auto funktionieren kann und welche Alternativen es gibt, will die Landeshauptstadt im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche noch bis Donnerstag, 22. September, mit fünf ausgewählten Testpersonen zeigen. Einer davon ist Jörg Ottens.

Voriger Artikel
Schüler tauchen in die Geschichte ein
Nächster Artikel
Der Spuk ist vorbei

Einen geradezu „therapeutischen Effekt“ erlebt Maria Beyer auf dem von der Stadt zur Verfügung gestellten E-Bike. Als Kunstlehrerin muss sie allerdings immer so viel Material transportieren, dass sie im Alltag nicht auf das Auto verzichten kann.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Sein Fazit nach fünf Tagen: „Das klappt sehr gut und macht auch noch Spaß.“ Eigentlich gehört der 40-jährige IT-Kaufmann nicht zu den Menschen, die man von alternativen Verkehrsmitteln überzeugen muss. Der leidenschaftliche Radfahrer fährt jeden Tag bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad von Friedrichsort zur Arbeit in die Innenstadt, benutzt zum Einkaufen am liebsten sein Lastenfahrrad und hatte bis vor kurzem gar kein Auto. Trotzdem hatte er Lust, sich auf das städtische Experiment einzulassen. „Ich wollte auch andere Möglichkeiten wie den Bus, das Pedelec oder Statt-Auto testen.“

Ein Fahrzeug von Statt-Auto steht an seinem Wohnort praktischerweise direkt vor der Haustür. „Ich habe schon oft überlegt, ob das eine Alternative ist.“ Früher habe sich die dreiköpfige Familie für weitere Touren oder schwere Einkäufe das Auto von Nachbarn oder Eltern geliehen. Für alles andere war das Lastenfahrrad das perfekte Vehikel – egal, ob die Tochter in den Kindergarten oder der Einkauf nach Hause transportiert werden musste. „Man kauft anders ein und muss mehr Zeit einplanen, aber auch eine Kiste Wasser ist kein Problem.“

Erster Eindruck ist sehr positiv

Alternative Mobilität hat Ottens also schon gelebt, bevor das Lastenfahrrad Trend wurde. Aber wie sieht es mit den anderen Möglichkeiten aus? „Mit dem Statt-Auto hat alles super geklappt, allerdings finde ich die Preise ziemlich saftig, besonders wenn man das Auto ein paar Stunden benötigt.“ Als offizielle Testperson verfügt Ottens natürlich auch eine Woche lang über ein kostenloses Ticket der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG). Die Fahrt mit dem Bus zur Arbeit findet er unkompliziert, das Verkehrsmittel ist für ihn aber keine Alternative zum Fahrrad. „Ich bin ein Ganzjahresradler.“ Die Testaktion der Stadt bewertet er insgesamt als gut. „Ich weiß nicht, ob man damit normale Autofahrer erreicht, aber schön wäre es ja.“

Die weiteren Gewinner des Wettbewerbs heißen nach Angaben der Stadt Maria Beyer, Karel Verheule, Aylin-Marleen Vural und Sylvia Basler. Auch sie testen noch bis Donnerstag unterschiedliche Alternativen zum Auto. Offiziell endet die Mobilitätswoche am Freitag, 23. September, 21.30 Uhr, mit dem Film „Line of Sight“ über die Fahrradkurier-Szene in New York. Dieser wird in Zusammenarbeit mit der Pumpe im Freilichtkino Grasweg 8 gezeigt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Carola Jeschke
Lokalredaktion Kiel/SH

Mehr zum Artikel
Nachwuchsfilmer
Sharon Ryba vom Israelischen Nationalfonds, Ulrich Ehlers von der Jury und Angelika Rau (v.l.) vom Festivalteam freuen sich für die Jugendlichen, deren Filme gezeigt werden.

Großartige Bilder oder kleine Schätze: Green Screen bringt die Vielfalt nach Eckernförde. Eine besondere Aufführung jenseits des normalen Festivalprogramms gab es am Freitag im „Haus“ an der Reeperbahn: zehn Kurzfilme von deutschen und israelischen Schülern über nachhaltige Mobilität.

  • Kommentare
Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3