15 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Wiker Chorvereinigung sucht Nachwuchs

Stimmenfang Wiker Chorvereinigung sucht Nachwuchs

Zum zweiten Mal startet die Wiker Chorvereinigung das Projekt „In der Wik ist Singalarm“, um neue und jüngere Sänger zu gewinnen. Ab dem 5. April wird immer dienstags von 19.45 bis 21.45 Uhr in den Räumen des Polizeisportvereins für das Jubiläumskonzert geprobt. Denn im Herbst wird der Chor 140 Jahre alt.

Voriger Artikel
Lebensgefährtin erstochen: Zehn Jahre in Haft
Nächster Artikel
Unbekannter bedrängte Frau: War es der Exhibitionist?

Erst die Atemübungen, dann der Gesang: Die Wiker Chormitglieder stimmen sich vor jeder Probe mit Bewegung ein.

Quelle: Karina Dreyer

Wik. Jede Probe beginnt mit ein paar Atem- und Gesangsübungen. „Stimmbänder sind Muskeln, die beim Singen belastet werden und deshalb wie bei Sportlern auch warm gemacht werden müssen“, erklärt Sopranistin Rosemarie Delfs. Sie hat eine private Gesangsausbildung an der Staatsoper Hamburg absolviert und viele Konzerte gegeben. Jüngst wurde die 50-Jährige zur Vereinsvorsitzenden gewählt. Sie weiß, wie sich Stimmbänder erwärmen lassen: Bei den Übungen müssen die Sänger tief aus dem Bauch heraus atmen und Töne von sich geben. Dabei wird auch das Zwerchfell trainiert – „die sogenannte Stütze eines Sängers“, sagt sie.

"Eine Runde Sache"

Rosemarie Delfs möchte die Leidenschaft am Singen in Gemeinschaft wecken. „Im Chor entsteht ein harmonischer Gesamtklang, das ist eine runde Sache“, betont sie. Dabei kann jeder, der Spaß am Singen hat, mitmachen. Auch Noten muss man nicht unbedingt beherrschen. „Viele trauen sich das nicht zu und denken, sie hätten keine Stimme“, sagt sie. Doch das hört der gelernte Kirchenmusiker Stefan Schnaut, der den Chor seit 2010 leitet, schnell heraus. Neue Sänger werden mitten in den Chor gesetzt und „dann wird geschaut, wo er am besten aufgehoben ist“, sagt er und meint die vier Stimmen Sopran, Alt, Tenor und Bass.

Männliche Sänger sind gern gesehen

Auch heute noch sind die Frauen in der Überzahl. Deswegen sind männliche Sänger gerne gesehen. So wie Walter Tischendorf, stellvertretender Vorsitzender, der bereits Erfahrungen im Männergesangsverein gesammelt hat und seit 2015 als Tenor in der Wik dabei ist. Er liebt die hohen Töne. „Beim Singen kann ich ganz wunderbar Stress abbauen“, erklärt der 62-Jährige. Karin Schühmann, Kassenwartin des Vereins, spielt seit 20 Jahren Kabarett, hat Gesangsunterricht genommen und ist schon seit dem ersten Projektchor Mitglied. Ihr gefällt das Miteinander und vor allem, „dass wir einen vernünftigen Chorleiter haben“. Er ist zwar recht energisch, dabei aber humorvoll.

Das Repertoire ist groß und nicht festgelegt: Choräle, Shantys, Gospels, englische, deutsche und plattdeutsche Lieder, modern und historisch. Für das Konzert am Sonntag, 2. Oktober, in der Osterkirche hat Schnaut schon jetzt Lieder aus verschiedensten Stilrichtungen zusammengestellt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3