21 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Veränderungen durch den Verbrennungsmotor

Wiker Maschinenmuseum Veränderungen durch den Verbrennungsmotor

Vor der Wende des 19. zum 20 Jahrhundert mangelte es in der Landwirtschaft und im Handwerk an geeigneten Maschinen. Wie sich das mit der Erfindung des Verbrennungsmotors änderte, war am Sonntag Thema im Wiker Maschinenmuseum.

Voriger Artikel
Vier Verletzte bei Brand in Gaarden
Nächster Artikel
Umstrittener Vortrag fand doch statt

Museumsleiter Peter Horter erklärte, wie sich der Dieselmotor in Bewegung setzt.

Quelle: Karina Dreyer

Wik. Das Motto lautete „Motoren für das Kleingewerbe“ und beleuchtete die Not der kleinen Betriebe, die nur mittels Muskel- und Wasserkräften arbeiten musste. „Ein häufig vergessenes Kapitel der Technikgeschichte“, erklärte Horter und schmiss vor Publikum mit Hilfe eines alten Motors und einem Riemen die Holzkreissäge an. Ein Beispiel dafür, wie mit der Erfindung des Ottomotors die idealen Kraftmaschinen für das Kleingewerbe geschaffen wurden. Jungmaschinist Finn Brandt übernahm dabei das Sägen der Holzscheiben, die von den jungen Besuchern in der Werkstatt bearbeitet werden konnten.

 Heinrich Mehrens ist Stammgast im Maschinenmuseum. „Woanders sieht man nur kaltes Eisen, hier sind die Maschinen in Betrieb, das ist klasse“, lobte er. Er selbst schwelgte bei dem Deutz-Motor Typ MAH914 mit seinem Geruch und Geräuschen in Erinnerungen. „Ich war leitender Ingenieur auf einem Küstenmotorschiff, da hatten wir mehrere von dem Typ 916, die waren mit 16 PS leistungsstärker“, sagte Mehrens.

 Auch Sven Steinfurth ist mit seinen beiden Jungs häufiger im Maschinenmuseum, „das sind hier die Kleinigkeiten, die die Kinder auch ausprobieren und damit die Technik verstehen lernen können“, sagte er.

 Und damit immer genügend Werkzeug im Museum vorhanden ist, schaute Fachbesucher Georg Renkar mit ein paar Mitbringsel vorbei. „Ich habe den Keller aufgeräumt und dabei einen Spralbohrer, eine Druckfeder und eine Schwingscheibe entdeckt und mitgebracht“, erzählte er. Darüber freute sich Horter natürlich sehr. „Wir haben häufig Stammbesucher, die und Werkzeug und Zubehör schenken, das dann in der Ausstellung oder in der Werkstatt zum Einsatz kommt“, so der Museumsleiter. Aus Gesprächen weiß er, dass die Kinder und Enkel meist kein großes Interesse daran haben. „Und wir können das prima gebrauchen“, betonte er.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Events in Kiel

Veranstaltungen in Kiel
Aktuelle Termine, News, Infos.

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3