17 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Pläne sind endgültig Geschichte

Windpark Meimersdorf Pläne sind endgültig Geschichte

Fast fünf Jahre lang wurde teilweise hitzig diskutiert. Jetzt ist es beschlossene Sache: Mit großer Mehrheit beschloss die Ratsversammlung, die weitere Planung eines Windparks in Flintbek/Meimersdorf einzustellen. Nur die Fraktionen von Grünen und Linken stimmten dagegen.

Voriger Artikel
Gosch in Kiel: Fisch mit Fördeblick
Nächster Artikel
Lastwagen kontrolliert

So sollte der Windpark Flintbek/Meimersdorf aussehen. Doch aus den Plänen wird nichts. Die Ratsversammlung stellte sie nun endgültig ein. Die beiden Windräder waren Teil eines Parks von insgesamt fünf vorgesehenen Windkraftanlagen mit einer Höhe bis zu 200 Metern.

Quelle: Bürgerinitiative WindVernunft

Meimersdorf Flintbek. Als Begründung für das Aus des ambitionierten Projektes mit insgesamt fünf Windkraftanlagen (zwei davon auf Flintbeker Gebiet) führte die Verwaltung "keine Aussicht auf Genehmigung und Umsetzung" an. Hintergrund dafür bilde die veränderte Landesplanung zu Windkraftanlagen im Norden. Die dabei aufgestellten Kriterien bedeuteten, dass das Fintbeker/Meimersdorfer Areal nun nicht mehr als ein sogenanntes Vorrang- oder Eignungsgebiet für Windkraftanlagen gelte. Insofern mache es auch keinen Sinn, an den Plänen weiter festzuhalten - insbesondere vor dem Hintergrund knapper Grundstücksflächen, die dringend für neue Wohnungen benötigt würden.

Grüne und Linke beharrten auf Fortführung der Windpark-Planungen. Zwei Anträge der Linken dazu lehnte die Ratsversammlung jedoch ab. Lutz Oschmann (Grüne) sah keinen Grund dafür, die Planungen jetzt einzustellen. Auch das Umweltschutzamt habe in einer Stellungnahme bestätigt, dass eine Weiterführung sowohl zulässig als auch vertretbar sei. Oschmann: "Ohne Windkraft kann es keine Energiewende geben. Deshalb brauchen wir diesen Windpark."

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer betonte die Notwendigkeit einer Planungseinstellung:  "Nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes zur Windkraft-Landesplanung bleibt uns hier keine andere Wahl." Die Investoren hätten zwar viel Geld, Zeit und Herzblut in das Projekt investiert. "Aber diese Entwicklung war so nicht absehbar."  

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3