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Kieler Umschlag: Weniger ist mehr

Winterfest Kieler Umschlag: Weniger ist mehr

Wenn Bürgermeister-Legende Asmus Bremer am Donnerstag aus seinem Tiefschlaf im Stadtmuseum Warleberger Hof aufschreckt, wird er sich die Augen mehrfach reiben. Denn „sein“ Kieler Umschlag ist in diesem Jahr nicht ganz so üppig bestückt wie sonst.

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Ein offizieller Empfang im Rathaus wie 2015 mit OB Ulf Kämpfer gehört für Asmus Bremer und sein Gefolge auch in diesem Jahr zum Programm.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Die Organisatoren haben dem traditionsreichen Winterfest (2. bis 5. März) eine „Gesundschrumpfung“ verordnet. Die soll langfristig aber zu einer Qualitätssteigerung führen. Zumindest beim Start des Kieler Umschlags bleibt aber alles beim Alten. Wie gewohnt, wird Asmus Bremer mit seiner „Gattin“ Katharina um 17 Uhr geweckt, damit das Fest dann um 17.30 Uhr mit dem Hissen der Büx an der Nikolaikirche sowie dem anschließenden traditionellen Fassanstich in der Kieler Brauerei offiziell eröffnet werden kann.

Karte mit Programmpunkten

Aus dem Programm gestrichen ist allerdings die Hochzeitsfeierlichkeit des Umschlag-Paares. Grund: Der zunehmende Rummel rund um die Nikolaikirche mit Jahrmarktständen und Imbissbuden bildete aus Sicht der Kirchenleitung keinen ausreichend würdigen Rahmen mehr für eine Trauungszeremonie.

In dieser Karte finden Sie die einzelnen Programmpunkte vom Kieler Umschlag 2017.

So entschloss sich Kiel-Marketing – in diesem Jahr erstmals als Veranstalter des Umschlags aktiv – bei Ständen und Standorten abzuspecken. So kristallisieren sich diesmal drei Fest-Standorte heraus: Auf dem Holstenplatz ist das Handwerkerzelt (stand im vergangenen Jahr auf dem Rathausplatz) auch im wörtlichen Sinn die größte Attraktion. Denn auf der 25 mal 15 Meter großen Fläche ist dort erstmals auch das Laboer Zelt mit Spezialitäten aus der Probstei integriert. Damit dort auch bis in den späteren Abend hinein richtig gefeiert werden kann, bleibt das Großzelt jeweils bis 23 Uhr geöffnet.

Den zweiten Standort auf dem Asmus-Bremer-Platz will Kiel-Marketing von Rummelbuden weitgehend freihalten. Stattdessen siedelt sich dort ein buntes Völkchen aus Piraten, Wikingern und Kanonieren aus Schweden in einer Art Fischerdorf an – inklusive Wikingerschiff und großer Holzhütte.

Verkaufsoffener Sonntag in der Innenstadt

Noch stärker als in den Vorjahren soll sich nach Vorstellung von Kiel-Marketing der Alte Markt zum historischen Herzstück des Umschlags entwickeln. Auf einem Mittelaltermarkt treiben dort neben Gauklern, Musikern und Handwerkern der Gruppe Fogelvrei diesmal auch echte Ritter ihr Unwesen. Zum breit gefächerten Rahmenprogramm zählt unter anderem die tägliche Zeremonie einer feierlichen Eröffnung der Marktstände, Gauklervorführungen sowie kleine Konzerte auf historischen Instrumenten. Erstmals zu bestaunen ist in diesem Jahr ein Heerlager an der Nikolaikirche. Am Sonnabend ist der Alte Markt ab 12 Uhr Treffpunkt zum Aufmarsch des traditionellen Handwer-kerumzuges durch die Kieler Innenstadt.

Erhalten blieb auch eine weitere Tradition: Am letzten Umschlag-Tag (Sonntag) öffnen die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr nicht nur in der Innenstadt oder der Holtenauer Straße, sondern auch bei Ikea, Karstadt, Sophienhof, Famila (Wik) und im Citti-Park.

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