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Innovationsquartier auf Wachstumskurs

Wissenschaftspark Innovationsquartier auf Wachstumskurs

Der Wissenschaftspark Kiel ist in Aufbruchstimmung. Die Eigentümer des uninahen Geländes vermelden volle Auslastung und jede Menge Innovationspläne: Spätestens im nächsten Jahr sollen Kiels modernstes Parkhaus, ein neues Hotel und ein neues Bürogebäude - das Einstein-Haus - entstehen.

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Neben dem rot-geklinkerten Kobold-Haus soll das Parkhaus erheblich erweitert und zu einem Hightech-Gebäude (links) umgebaut werden.

Quelle: rohde

Kiel. Geplant sind zudem weitere Bürobauten und ein zertifiziertes Rechenzentrum für die Mieter. Die Zeichen stehen auf Wachstum und Ausbau. Als Hauptgesellschafter Dirk Cordes Anfang 2014 die Denkfabrik zusammen mit anderen Partnern von Preussag für eine zweistellige Millionensumme kaufte, gab er sich bereits optimistisch: Vor allem kleinere und mittelständische Firmen aus der Region hätten Flächenbedarf angemeldet. Daher plane man, in den nächsten Jahren weitere 30000 Quadratmeter Bürofläche zu schaffen.

 In diesem Juli zog der stark expandierende Software-Spezialist Consist mit rund 100 Mitarbeitern von Friedrichsort in den Wissenschaftspark. Wenn das Einstein-Haus, dessen Grundsteinlegung am Freitag gefeiert wird, im nächsten Jahr fertiggestellt ist, mietet sich PPI (Informationstechnologie), derzeit noch im Sellspeicher, ein, um sich ebenfalls zu vergrößern. „Wir entwickeln den Wissenschaftspark Stück für Stück zur Marke als Innovationsquartier“, beschreibt Geschäftsführer Sven Jahnke. Was Dynamik bezüglich wissensbasierter Arbeitsplätze angehe, sind Cordes und Jahnke überzeugt, in Kiel eine Vorreiterfunktion übernommen zu haben: Entwickelt wird derzeit die Wissenschaftspark-Karte, mit der alle Beschäftigten nicht nur in der Mensa der nahe gelegenen Universität zahlen, sondern auch ins dann um 430 Stellflächen erweiterte Parkhaus (insgesamt 600 Plätze) einfahren können.

 Im Wettkampf um die klugen Köpfe geht es nach Angaben von Cordes und Jahnke darum, junge Menschen aus den Hochschulen innovative Arbeitsplätze, Aufenthaltsqualität für informellen Austausch, optimale Arbeitsbedingungen, Kongress- und Tagungsmöglichkeiten im Wissenschaftszentrum als Zentralgebäude und eine bessere Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf anbieten zu können. Vieles ist bereits erreicht: Schon die Preussag, Universität und Stadt hatten sich für die Einrichtung eines Kindergartens eingesetzt, der am Freitag seinen fünften Geburtstag feiert. Bäckerei Günther, Kooperativa und „Brooklyn“ (früher „Galileo“) bilden das gastronomische Angebot. Die Gesellschaft versorgte ihre Mieter zudem mit einem superschnellen Glasfasernetz zu günstigen Bedingungen und mit kostenfreiem WLAN. Was noch fehlt, räumt Cordes ein, seien schön gestaltete Außenanlagen mit Sitzbänken, Wasserbecken und Liegewiesen. Aber das soll, hoffen die Eigentümer, in nicht allzu ferner Zukunft kommen.

 Schon Anfang 2017 soll dagegen der Bau des B&B-Hotels mit 88 Zimmern beginnen – auf der Fläche in der Fraunhoferstraße, auf der heute noch der Bäckerei-Container steht. Der Bedarf, wissenschaftliche Mitarbeiter der Universität oder externe Besucher der Firmen günstig unterzubringen, sei groß, so Jahnke. Geplant ist 2017 zudem, eine leerstehende Etage zu einem eigenen Rechenzentrum umzubauen und das Parkhaus neben dem Kobold-Haus zu erweitern.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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