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Kiel hinkt im Wohnungsbau hinterher

Wohnatlas 2016 Kiel hinkt im Wohnungsbau hinterher

Schon lange steht fest: Kiel wächst schneller denn je und braucht mehr Wohnraum. Dies untermauert jetzt der von der Postbank in Bonn veröffentlichte „Wohnatlas 2016“.

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In der am Montag veröffentlichten Postbank-Studie „Wohnatlas 2016 - Leben in der Stadt“ landete Schleswig-Holstein auf dem 36. und damit letzten Platz.

Quelle: Christoph Jürgensen (Archiv)

Kiel. Demnach hinkt die Landeshauptstadt beim Wohnungsbau in den Jahren 2000 bis 2014 im Vergleich zu anderen Großstädten hinterher.

Schleswig-Holstein landete in der Untersuchung auf dem 36. und damit auf dem letzten Platz. Während Kiel in dieser Zeit seinen Wohnungsneubau nur um 3,24 Prozent steigerte, kam Spitzenreiter Münster auf 14 Prozent, gefolgt von Potsdam und München um je 13 Prozent. Die Stadt Kiel räumt bereits seit Längerem ein, einen erheblichen Nachholbedarf bei der Bautätigkeit zu haben. Denn Fakt ist, dass zwischen 2000 und 2014, „sehr verhalten“ gebaut wurde. „Aber jetzt starten wir durch“, sagt Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, „in den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der jährlichen Baugenehmigungen verdreifacht auf über 1000 im letzten Jahr.“ Er verweist auf den Masterplan Wohnen, bei dem Wohnungswirtschaft, Vermieter, Mieter und Stadt seit März 2015 zusammenarbeiten, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Bestärkt sieht sich die Stadt auch durch die aktuelle Bevölkerungsprognose, wonach ihre Einwohnerzahl bis 2030 um mehr als zehn Prozent auf 268.300 steigt. Dafür sind laut Prognose in den nächsten 14 Jahren mehr als 21.000 neue Wohnungen erforderlich und damit knapp doppelt so viele wie bisher geplant. „Wir werden eine Schippe drauflegen müssen“, unterstrich Kämpfer. Er setzt, wie berichtet, hier auch auf die Umlandgemeinden.

Ein Grund für den steigenden Wohnungsbedarf liegt in vielen Städten auch an dem Trend zu stetig wachsenden Immobiliengrößen und der hohen Anzahl von Single-Haushalten. Lebten die Einwohner vor zehn Jahren im Schnitt auf 71,8 Quadratmetern, sind es nach Angaben der Studie derzeit etwa 73,3 Quadratmeter. In der Studie wurden die 30 größten deutschen Städte sowie sechs Städte, die jeweils die größten eines Bundeslandes sind und nicht zu den Top 30 gehören, untersucht. Die Experten analysierten die Bevölkerungsentwicklung unter Berücksichtigung des Zuzugs von Flüchtlingen, der Preisentwicklung von Wohneigentum und Mieten sowie der Entwicklung der Wohnflächennachfrage in den Jahren 2000 bis 2014

Die komplette Studie finden Sie hier.

 

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