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Freude und Schönes im Elternhaus

Patin Yvonne Ruprecht Freude und Schönes im Elternhaus

Die Schauspielerin Yvonne Ruprecht vom Theater Kiel hatte schon einige Begegnungen mit Kindern, die an Krebs erkrankt sind. Jetzt übernimmt sie die Patenschaft des Elternhauses des Förderkreises für krebskranke Kinder.

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Die Schauspielerin Yvonne Ruprecht unterstützt den Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche, darüber freut sich der erste stellvertretende Vorsitzende Ralf Lange.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Der Funke sprang über bei einer Märchenvorlesung vor kleinem, teils isoliertem Publikum. „Es war sehr schön, wie die Kinder reagiert haben, wie genau sie uns zuhörten und dann Fotos von uns machen wollten“, erzählt Yvonne Ruprecht. Sie ist seit der Spielzeit 2010/11 Mitglied des Kieler Schauspielensembles. Im Weihnachtsmärchen 2015 am Opernhaus war sie „Die Schneekönigin“ und hatte sich mit drei anderen Mitwirkenden bereit erklärt, kurz vor Weihnachten eine Feier auf der Kinderkrebsstation M1 der Kieler UKSH-Klinik für Allgemeine Pädiatrie zu besuchen – in vollen Kostümen. „Wir passten kaum ins Taxi, und es war eine sehr lustige Fahrt dorthin.“ Man müsse, findet sie, versuchen, die Geschichten und das Weihnachtsmärchen zu den Kindern zu bringen, die nicht kommen können. Auch „Alice im Wunderland“ war 2014 auf der Kinderkrebsstation, und 2016 wird es das „Aschenputtel“ sein. Ob Yvonne Ruprecht dabei sein wird, steht noch nicht fest, aber sicher ist: Sie unterstützt mit Ideen und Engagement den Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche e.V. in Kiel und übernimmt eine Patenschaft für dessen Elternhaus im Forstweg 1.

„Yvonne Ruprecht hat mit ihren Kolleginnen einen wunderschönen Nachmittag auf der Station gestaltet“, berichtet Ralf Lange, erster stellvertretender Vorsitzender des Vereins, der seit mehr als 25 Jahren besteht. Langes Sohn war an Krebs erkrankt, dann seine Ehefrau. Beide leben. Seine Tochter ist im fünfköpfigen Vorstand, „in dem ich der einzige Pensionär bin“. 800 Mitglieder zählt der Verein und bietet – ausschließlich aus Spendengeldern – Familien vor allem in Schleswig-Holstein finanzielle Unterstützung an, wie Zuschüsse zu Fahrtkosten, zu Kosten für die Betreuung von Geschwisterkindern, für eine Familienkurmaßnahme oder für den letzten gemeinsamen Urlaub mit dem unheilbaren Kind und für dessen Bestattung.

Kontakt im Kieler Kaufmann

Ungefähr so lange, wie Daniel Karasek als Intendant in Kiel ist, gibt es in der frühen Adventszeit einen Spendenbrunch im Hotel „Kieler Kaufmann“, bei dem ein Teil des Schauspielensembles auftritt, zum Beispiel mit einer Lesung, immer bezogen auf die aktuelle Spielzeit. Jeder Gast dieses Charity-Brunches weiß, dass zehn Euro seines Kartenpreises Spende sind. „Das Schauspielhaus wollte gern ein Kieler Projekt unterstützen, wir durften uns gemeinsam das Elternhaus des Fördervereins ansehen, dem seitdem die Spende zugutekommt“, erklärt Marlies Lessau, die mit ihrem Ehemann Carl-Heinz den Kaufmann betreibt. Beide stocken den Betrag, der beim Adventsbrunch zusammenkommt, auf das Doppelte auf.

Bei einem solchen Brunch „saß ich bei Ralf Lange und seiner Frau am Tisch, und er fragte mich, ob ich Lust hätte, eine Patenschaft zu übernehmen“, erzählt Yvonne Ruprecht. „Ich war begeistert, mit wie viel Liebe und Engagement sich dieser Verein kümmert. Das war für mich der Auslöser, mich zu engagieren. Wenn man irgendetwas tun kann, um Freude und Schönes zu vermitteln, ein bisschen zumindest, dann tue ich das.“ Mit dem Vorstand entwickelte Ruprecht Ideen für ein Fotoprojekt und eine Theatergruppe, in der betroffene Kinder und ihre Geschwister spielen „und in der Geschwister ausdrücken und durch die Figuren sagen können, was sie fühlen.“ Auch einen Lese-nachmittag für Kinder soll es geben, „mit Geschichten von jemandem, der Mut hat und Courage zeigt in Situationen, die sehr schwierig sind“.

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Ein Artikel von
Christian Trutschel
Lokalredaktion Kiel/SH

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