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Im Netz hat die ZBW wieder geöffnet

Nach Brand in Bibliothek Im Netz hat die ZBW wieder geöffnet

Nach einem Brand am Montag und der deshalb sofort nötigen zwischenzeitlichen Schließung der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) laufen die Aufräumarbeiten auf vollen Touren.

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Guido Bartsch betreut die Liegenschaft der ZBW. Am Dienstag musste er nur wenige Nutzer wieder nach Hause schicken.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Am Dienstag stellten Techniker nicht nur die Stromversorgung, sondern in Rekordzeit auch die dringend benötigten Internetzugänge zu den weltweit gefragten digitalen wissenschaftlichen Daten des ZBW wieder her. Trotzdem bleibt noch unklar, wann das durch Ruß und giftige Gase verunreinigte Gebäude wieder in Betrieb genommen werden kann.

 Letzte Gewissheit über den Zeitpunkt der Freigabe können die Experten erst nach Abschluss einer gestern vorgenommenen Raumluftuntersuchung geben. Denn beim Brand einer Batterie-Einheit im Keller des Gebäude am Düsternbrooker Weg waren im Rauch auch Schadstoffe freigesetzt worden. Erst wenn deren Konzentration in der Luft unbedenklich ist, können Studierende und Forscher dort auch wieder arbeiten.

 Doch schon jetzt jubelte ZBW-Leiter Prof. Klaus Tochtermann: „Es ist der Hammer, was die Techniker geleistet haben, um uns wieder ans Netz zu bringen. Ich bin von den Socken.“ Zu diesem unerwartet schnellen Erfolg beigetragen habe auch die widerstandsfähige Konfiguration der Bibliotheks-Netzwerke, deren dort hinterlegte wirtschaftswissenschaftliche Daten täglich weltweit von 10 000 Forschern oder Studierenden für ihre Arbeiten genutzt werden.

 Seit sechs Uhr morgens mühten sich die Handwerker, in der Bibliothek wieder Ordnung zu schaffen. Dazu zählt auch eine umfangreiche Reinigung des Gebäudes vom Ruß oder Überresten der Brandlöschung. Auch Wissenschaftsministerin Kristin Alheit (SPD) verschaffte sich vor Ort ein Bild von der Lage nach dem Brand.

 Zu größeren Irritationen bei den Bibliotheksnutzern, die am Dienstag unerwartet vor verschlossenen Türen standen, kam es offenbar nicht. Nur etwa maximal 20 von ihnen mussten im Laufe des Tages wieder weggeschickt werden und hätten dabei großes Verständnis gezeigt. Tochtermann: „Die Kommunikation über die sozialen Netzwerke und durch die Veröffentlichungen in den Kieler Nachrichten und auf KN-online zur vorübergehenden Schließung haben offenbar gut funktioniert.“

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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