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Träger des Riesenbohrers ist beschädigt

ZOB-Neubau in Kiel Träger des Riesenbohrers ist beschädigt

Auf der Baustelle auf dem Kieler ZOB-Areal sind die Arbeiten am Montag überraschend zum Erliegen gekommen. Der Grund ist ein Maschinenschaden am Trägergerät des riesigen Bohrers, der notwendig ist, um die Stahlbetonpfähle für den Parkhaus-Neubau in die Erde zu bringen.

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Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Rund 20 Meter ragt seit Montag auf der Baustelle auf dem ZOB-Areal ein Bohrrohr in die Höhe. Wie ein Denkmal steht es da. 14 Meter tief steckt es in der Erde, dass es kippt muss also niemand befürchten. „Eine Seilwinde für den Bohrantrieb ist kaputt gegangen. Das Seil konnte nicht mehr aufgewickelt werden und das Bohrrohr steckte plötzlich fest“, erklärt Polier René Wildfeuer. Zusammen mit seinen Kollegen bringt er auf der Baustelle 200 Stahlbetonpfähle von jeweils einer Länge von bis zu 36 Metern in den Boden, damit das neue ZOB-Parkhaus sicher steht. Rund zwei Drittel der Pfähle stehen schon. Jetzt sind die Arbeiten zunächst zwangsweise zum Erliegen gekommen. Oft käme ein solcher Maschinenschaden am Trägergerät des Riesenbohrers nicht vor, sagt Wildfeuer. „Das ist außerdem eine Maschine, keine Mensch. Die konnte uns nicht vorwarnen, dass so etwas passieren wird. Es kam deshalb echt überraschend.“

Dienstag haben Wildfeuer und seine Kollegen nun das 38 Meter lange Bohrgerät auseinander geschraubt und für den Abtransport vorbereitet. In einer Spezialwerkstatt in Hamburg soll das defekte Gerät dann repariert werden. Damit die Bauarbeiten am neuen Parkhaus weitergehen können, wurde ein Ersatzgerät aus Niedersachsen geordert. Dieses wird voraussichtlich nachts während der Kieler Woche eintreffen. Die Landeshauptstadt rechnet damit, dass die Arbeiten dann fortgesetzt werden können. Der Eröffnungstermin des Parkhauses Ende 2017 ist nach Angaben des Tiefbauamtes durch diese Unterbrechung nicht gefährdet.

ZOB-Neubau

Weitere Informationen zum ZOB-Neubau mit 520 Stellplätzen auf sechs Parkebenen finden Interessierte auf der Internetseite www.kiel.de/zob

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Die stadtauswärts führende rechte Fahrspur der Kaistraße bleibt voraussichtlich bis Ende Mai gesperrt. Bei den Bohrungen für das Fundament des ZOB stoßen die Experten immer wieder auf unliebsame Überraschungen.

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