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Bald ist der Blick auf die Förde frei

ZOB in Kiel Bald ist der Blick auf die Förde frei

Der Schutt türmt sich zu Bergen auf, die Spindel am ZOB ist zu einem Drittel abgetragen. Am Donnerstag kommt der 70-Tonnen-Bagger mit seinem 26 Meter langen Greifarm und zerlegt die Überbleibsel des ehemaligen Parkhauses.

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Die Spindel ist schon zu einem großen Teil abgerissen. Heute kommt der große Bagger mit seinem langen Ausleger und demontiert die Reste der ehemaligen Zufahrt. Damit sich die Maschine frei bewegen kann, wird eine Spur der Kaistraße stadtauswärts gesperrt.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Damit der Koloss in Ruhe arbeiten kann, wird ab Donnerstag eine Spur der Kaistraße in Richtung Gablenzbrücke bis Mitte Juni gesperrt. Zur Kieler Woche können Besucher von der Auguste-Viktoria-Straße aus schon einen freien Blick auf die Förde genießen.

 Eigentlich sollte der große Bagger bereits in der vergangenen Woche nach Kiel kommen. Doch das Abbruchgerät der Firma Lindenblatt wurde noch an anderer Stelle benötigt, so dass die Zerlegung des ZOB nicht ganz im Zeitplan ist. „Aber ich denke, die Firma kann die Zeit aufholen. Ich bin optimistisch, dass das Stahlgerüst Mitte Juni verschwunden ist“, sagte ZOB-Projektleiter Rainer Schönwetter von der Stadt. Heute beginnen die Arbeiten aus Lärmschutzgründen erst ab 7 Uhr. Am Abend soll von der Spindel nichts mehr übrig sein. Morgen wird der daran ansetzende Einfahrtsbereich in die Decks dem Erdboden gleichgemacht. Parallel dazu fährt die Firma den Schutt ab, der auf dem betriebseigenen Hof in Gudendorf zu Schotter zerkleinert wird. Damit werden beispielsweise Wege zu Windkraftanlagen hergestellt.

Die Abrissarbeiten des ehemaligen Omnibusbahnhofs (ZOB) in Kiel haben begonnen. Am Mittwoch gab Bürgermeister Peter Todeskino den Startschuss. Bis Ende Mai soll der Komplex verschwunden sein.

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 Sobald die Spindel nicht mehr steht, werden an der Stelle die Altlasten einer ehemaligen Tankstelle aus dem Boden geholt. „Außerdem werden die alten Straßenbelege aufgenommen und neue Kabel für die Ampel verlegt“, erklärte Schönwetter. Nachdem in wenigen Tagen auch die Treppenhäuser und der Rest der Stahlkonstruktion nicht mehr sind, wird auch der Boden, auf dem eine zweite Tankstelle stand, gereinigt. Anschließend wird das Areal auf Kampfmittel untersucht. Im August oder September gehen die Arbeiten in die Tiefe. Um den riesigen Tiefbunker werden Spundwände gerammt, um den ehemaligen Schutzraum trockenzulegen. Der Bunker wurde Ende der 60er Jahre lange vor dem Bau des ZOB 1972 mit Sand verfüllt. „Messungen haben jetzt ergeben, dass durch Risse oder Ritzen Wasser hineingelaufen ist“, sagte Schönwetter.

 Problematisch ist die Abdichtung der Bunkerdecke, die als Sondermüll aufwändig abgenommen und entsorgt werden muss. Der Betonklotz wird nur in Teilen abgebrochen. Das neue Parkdeck soll ab Mitte 2017 fertig sein. „Wir haben dann 520 Parkplätze auf sechs Etagen“, erklärte Monika Hanke, Werkleiterin des Eigenbetriebs Parken der Stadt. Was genau die Zech-Gruppe auf dem Areal direkt hinter ihrem Hotel Atlantic plant, ist noch immer nicht klar. Für den Stahl erwartet die Stadt noch einen guten Schrottpreis, der bei den Kosten (400000 Euro) für den Komplettabbruch gegengerechnet wird.

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Ein Artikel von
Günter Schellhase
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Abriss der ZOB-Spindel
Foto: Da die ZOB-Spindel abgerissen wird, kommt es zu Sperrungen der Kaistraße.

Große Teile des ZOB-Parkhauses sind bereits systematisch dem Erdboden gleichgemacht worden. Jetzt ist die Spindel an der Reihe. Am Freitag brechen die Bauarbeiter der Fachfirma Lindenblatt die wasserseitigen Reste der sich windenden Auffahrt zum ehemaligen Parkhaus mit schwerem Gerät ab.

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