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Guter Rat ist unabhängig

Zahnberatung Guter Rat ist unabhängig

Welcher Zahnersatz ist der richtige? Hat man als Patient das Recht, die Behandlungsdokumente zu bekommen? Und was ist, wenn die Privatversicherung sich weigert, die Kosten für die Zahnbehandlung zu übernehmen? Fragen, bei denen sich Schleswig-Holsteiner an die Zahnhotline wenden können.

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Beratungszahnarzt Dr. Manfred Pohlke und Christina Kiencke, Beraterin der Zahnhotline, stehen bei Fragen und Problemen rund um die Zahnbehandlung zur Verfügung.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Zahnärztekammer, Kassenzahnärztliche Vereinigung und die Verbraucherzentrale bieten ein Beratungssystem, das bundesweit einmalig ist.

Seit 20 Jahren ist die Zahnhotline Anlaufstelle bei Fragen und Beschwerden rund um die Zahnbehandlung. Rund 3000-mal pro Jahr wird das von Patienten genutzt. Wer bei der Hotline anruft, landet in aller Regel bei Christina Kiencke. „Meistens wollen die Ratsuchenden erst einmal jemanden, der zuhört“, sagt die Zahnmedizinische Fachangestellte, „oft ist nur der Gesprächsfaden zwischen Zahnarzt und Patient abgerissen. Der Patient fühlt sich alleingelassen und nicht ernst genommen.“ Und was bietet dann die Zahnhotline? „Unterstützung bei einem neuen Gesprächsanlauf, aber auch die notwendigen fachlichen und gesetzlichen Informationen.“ Oft geht es den Anrufern aber auch um Informationen – so zum Beispiel die Vor- und Nachteile von Amalgam und anderen Füllungen.

Was aber, wenn wirklich etwas schief gelaufen ist bei der Behandlung? Dann sind die Sachverständigen der Zahnärztekammer oder das Gutachterverfahren gefragt, das die Kassenzahnärztliche Vereinigung KZV und die Krankenkassen gemeinsam installiert haben. „Und wenn es wirklich einmal Ärger gibt, wird der Weg in eine Schlichtung angeboten“, erläutert Dr. Michael Brandt, Präsident der Zahnärztekammer.

Auch andere Zahnärzte sind notwendig

Doch es gibt auch Fälle, in denen die persönliche Beratung durch einen anderen Zahnarzt notwendig ist. Vor 15 Jahren ist deshalb die Kooperation mit der Verbraucherzentrale entstanden: Zahnärzte wie Dr. Manfred Pohlke sind nach telefonischer Absprache in den Beratungsstellen in Kiel, Lübeck, Flensburg, Heide und Norderstedt erreichbar. Im Gegensatz zur Zahnhotline ist dieses Angebot kostenpflichtig: Eine Beratung kostet 35 Euro. „Das nutzen vor allem Patienten, die aufwendigen Zahnersatz benötigen. Der ist teuer, weil die Kassen meist nur einen Teil übernehmen. Das überlegt man sich als Patient natürlich“, sagt Margrit Hinz von der Geschäftsführung der Verbraucherzentrale.

Wichtig ist ihr, dass es eine Beratung in den verschiedenen Regionen gibt, die neutral ist: „Die Unabhängigkeit ist gewährleistet, weil die Zahnärzte sich verpflichtet haben, die Ratsuchenden nicht selbst zu behandeln.“ 150- bis 200-mal wird dieses Angebot pro Jahr genutzt. Ob Zahnhotline oder Beratung in der Verbraucherzentrale vor Ort – für Dr. Peter Kriett, Vorstandsvorsitzender der KZV im Land, muss das Ziel immer sein, eine individuelle Lösung für jeden Ratsuchenden zu finden: „Die Patientenberatung soll nicht durch Fachsimpelei abheben, sondern den mündigen Bürger in seiner Entscheidungsfindung unterstützen.“

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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