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Haltepunkt bleibt auf der Wunschliste

Kroog Haltepunkt bleibt auf der Wunschliste

Die Züge zwischen Kiel und Lübeck halten schon seit 34 Jahren nicht mehr in Kroog. Doch der Ortsbeirat lässt nicht locker und ist sich einig: Auch an der Sonthofener Straße sollen die Fahrgäste wieder ein- und aussteigen können.

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Einen Haltepunkt in Kroog an der Sonthofener Straße wünscht sich der Ortsbeirat und fordert, dieses Anliegen auch im Bebauungsplan für das Grundstück an der Bahnlinie (Mitte) zu berücksichtigen.

Quelle: Karin Jordt

Elmschenhagen/Kroog. Die Forderung, wieder einen Krooger Haltepunkt zu schaffen, wurde in der jüngsten Sitzung noch einmal bekräftigt, weil der Bebauungsplan Nummer 922 für die Fläche zwischen Reichenhaller Straße und der Bahnlinie Kiel–Lübeck aufgestellt werden soll. Rund 20 Wohneinheiten könnten auf dem Gelände entstehen. Der Ortsbeirat befürchtet, dass mit dem Bau neuer Häuser kein Platz mehr für den gewünschten Bahnsteig bleiben wird.

 Das Gremium verabschiedete daher einstimmig einen Antrag an den Bauausschuss, in dem die Verwaltung beauftragt wird, eine ausreichende Fläche für einen Krooger Haltepunkt und die benötigten Nebenbereiche vorzuhalten. Bei der Aufstellung des Bebauungsplans 922 seien auch die Bahn-Planungen der zweiten Ausbaustufe einzubeziehen, hieß es. Diese zweite Bauphase hat das Ziel, die Bahnstrecke so zu verbessern, dass der Regional-Express dann nur noch 56 Minuten von Kiel nach Lübeck braucht.

 „Wir begrüßen, dass man in Kroog den Haltepunkt reaktivieren möchte“, sagte Lukas Knipping von der Nah.SH Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH. Im jetzigen Fahrplan sei es jedoch nicht möglich, einen weiteren Halt einzuplanen. Nach dem zweiten Bauabschnitt an der Strecke könne voraussichtlich ein zusätzlicher Stopp berücksichtigt werden. „Das bedarf einer Planung, aber die gibt es noch nicht.“ Auch Robert Guggenberger von der Regionalbahn Schleswig-Holstein schätzt, dass sich „Wohnbebauung und Haltepunkt nicht ausschließen müssen“. Auch für die Schulen sei die Anbindung sinnvoll.

 Um einen Bahnsteig anlegen zu können, sei eine etwa 140 Meter lange und 2,75 Meter breite Fläche notwendig, berichtete Martin Schmielau von der DB Station und Service AG. Besucher der Sitzung forderten, auch für Fahrradständer und Parkplätze ausreichend Platz vorzusehen. „Wir haben seit 2002 für einen Krooger Bahnhof gekämpft, aber den Elmschenhagener Bahnhof bekommen“, berichtete Klaus Gübel, Ortsbeiratsmitglied und selbst auch Eisenbahner.

 Die Stadtteilvertreter hatten sich schon vor 13 Jahren für einen Haltepunkt in Kroog ausgesprochen, weil in der Umgebung viele Menschen wohnen, das Schulzentrum für Fahrschüler gut erreichbar wäre und auch Stellplätze für Autos und Fahrräder geschaffen werden könnten.

 Die Planer bei der Bahn hatten sich in der damaligen Situation aber dafür entschieden, in Elmschenhagen einen Bahnhof zu eröffnen. Die Station hatte sich besser in den Fahrplan integrieren lassen. Außerdem können sich dort zwei Züge begegnen.

 Bei der Eröffnung des Elmschenhagener Bahnhofs 2010 wurden die prominenten Gäste von Stadt und Land dann auch mit Protestschildern auf dem Bahnsteig empfangen: „Ein Krooger Haltepunkt wäre besser“, stand damals darauf.

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