18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Zusammen geht einfach mehr

Gerhart-Hauptmann-Schule in Kiel Zusammen geht einfach mehr

Eine richtig gut sortierte und in jeder Pause geöffnete Bücherei, eine Leselounge, Vorlesepaten, Bilderbuchkino, und, und, und….: Zur Leseförderung hat die Gerhart-Hauptmann-Schule ein so perfektes Wohlfühlpaket geschnürt, dass die Sache mit der Förderung überhaupt nicht auffällt.

Voriger Artikel
Schwerer Unfall in Kiel
Nächster Artikel
Die neuen Blitzer sind startklar

Die Schüler freuten sich über das Bilderbuchkino.

Quelle: Martin Geist

Ellerbek. Denn das kleine Gesamtkunstwerk war zeitweise stark gefährdet. Zunächst drei Jahre übers dann nicht mehr verlängerte Modellvorhaben zum Programm Soziale Stadt gefördert, stand die Leseförderung laut Schulleiterin Sabine Camps wenn nicht vor dem Aus, so doch vor gewaltigen Einschnitten.

 Nun hat sich alles doch noch glücklich gefügt. Zu verdanken ist das dem „Netzwerk Leben & Arbeiten Kieler Ostufer“, in dem Unternehmen und Stiftungen mit Akteuren zusammentreffen, die Geld für Sozial- und Bildungsprojekte benötigen. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Konsul Klaus-Hinrich Vater, Präsident der Industrie- und Handelskammer Kiel, haben sich nun als Schirmherren des Netzwerks angesehen, was aus der Leseförderung als dem erstem Netzwerk-Projekt geworden ist.

 Und siehe da: Es entwickelt sich prächtig. Bis Ende dieses Jahres kommt die Wohnungsbaugenossenschaft Kiel-Ost für die jährlich knapp 8000 Euro umfassenden Personalkosten der Bücherei auf; fürs Jahr 2016 wurde bereits die Stiftung der Testamentsarmen von 1580 als Finanzierer gewonnen. Sichergestellt ist damit in erster Linie die 400-Euro-Stelle von Büchereileiterin Gabi Ohms. Auch gibt es Spielraum für Honorare, etwa für Werftpark-Schauspielerin Marie Kienecker, die beim gestrigen Besuch von Kämpfer und Vater zeigte, wie wunderbar sie zum Bilderbuchkino lesen kann.

 Dem kulturellen Teil schloss sich gestern eine ausführliche Fragerunde an. Vom Oberbürgermeister erfuhren sie dabei von seiner frühen Liebe zur kleinen Raupe Nimmersatt, Klaus-Hinrich Vater entlockten sie ein tiefes Bekenntnis zum Ostufer, auf dem er selber seit 45 Jahren lebt.

 Das Netzwerk Leben & Arbeiten Kieler Ostufer wird vom Bundesumweltministerium innerhalb des Forschungsprogramms Experimenteller Wohnungs- und Städtebau gefördert. Es ist eines von acht Modellvorhaben zum Thema „Unternehmen und Stiftungen für die soziale Quartiersentwicklung“. Für den Aufbau der Netzwerkstrukturen erhält die Stadt Kiel zwischen März 2013 und Mai 2015 knapp 53500 Euro. Das Gesamtvolumen des Modellvorhabens liegt bei 105.000 Euro. Zum Netzwerk gehören neben der Stadt Kiel das Diakonische Werk Altholstein, die Evangelische Stiftung Alsterdorf, die Förde-Sparkasse, Frank-Immobilien-Management, die Kieler Immobilienverwaltung, die Kieler Volksbank, die Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG), der Türkische Arbeitgeberbund sowie die Wohnungsbaugenossenschaft Kiel Ost. Paten des Netzwerks sind die Firmen AOK Nordwest, die Carl Stratz GmbH & Co KG und die für den Seefischmarkt zuständige ZTS Grundstücksverwaltung. Sie unterstützen themen- und projektbezogen einzelne Vorhaben und sind selbstverständlich offen für weitere Unternehmen.

 Derweil wäre es der große Wunsch von Schulleiterin Sabine Camps, für Bücherei und Leselounge der Gerhart-Hauptmann-Schule eine Firma zu finden, die dauerhaft in die Bresche springt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Events in Kiel

Veranstaltungen in Kiel
Aktuelle Termine, News, Infos.

Anzeige