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Zwei neue Blitzsäulen für Kiel

Unfallschwerpunkte im Visier Zwei neue Blitzsäulen für Kiel

Sobald die Tiefbauer in den kommenden Tagen das Fundament gegossen haben, ist das Feld für die Montage der beiden neuen Blitzsäulen in Kiel bestellt. Die Stadt, die auch noch ein zweites Messgerät angeschafft hat, rechnet damit, dass die Säulen in 14 Tagen aufgestellt werden. Dann gibt es in Kiel insgesamt sechs, von denen zwei rund um die Uhr blitzen.

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Die Blitzanlage an der Kreuzung Prinz-Heinrich-/Holtenauer Straße kann nur die Geschwindigkeit der Fahrzeuge messen. Rotlichtüberwachung ist hier nicht möglich.

Quelle: pae

Kiel. Eine der neuen Säulen steht an der Ecke Schützenwall/Exerzierplatz . Diesen Standort hat die Stadt gewählt, weil er ein Unfallschwerpunkt in Kiel ist. Mancher Autofahrer, der vom Schützenwall weiter in Richtung Knooper Weg unterwegs ist, rast oder missachtet sogar die rote Ampel, fährt über die Kreuzung und stößt mit abbiegenden Wagen zusammen. Laut polizeilicher Verkehrsstatistik gab es im vergangenen Jahr neun Unfälle mit zwei schwerverletzten Menschen. 2013 hatte es nur fünf Mal gekracht. Diese Ecke liegt damit auf Platz drei der Liste mit Kiels gefährlichsten Kreuzungen.

 Die andere Stele wird an der Ecke Eichhofstraße/Eckernförder Straße aufgebaut. Hier ist es in der jüngsten Zeit zu mehreren Unfällen gekommen. Grund: Autofahrer aus Suchsdorf kommend sind trotz roter Ampel über die Kreuzung gefahren und dann mit dem abbiegenden Gegenverkehr zusammengestoßen. Dieser Knotenpunkt gilt als hoch frequentiert, weil über ihn der Verkehr von und in Richtung Mühlenwegtrasse beziehungsweise in die Innenstadt fließt.

 Sobald diese Säulen stehen, müssen sie auch geeicht werden. „In einer werden wir dann das Messgerät für ein paar Wochen lassen“, sagte Thorsten Block, zuständiger Mitarbeiter im Ordnungsamt. Die anderen vier Säulen stehen bereits an der Schönkirchener Straße, der Ecke Ostring/Franziusallee, vor Ikea und an der Prinz-Heinrich-Straße.

 Die beiden Messgeräte der Stadt können sowohl Rotlicht- als auch Tempoverstöße berechnen und liefern scharfe Bilder. Sie werden abwechselnd in den Stelen eingesetzt. Ausnahme: An der Prinz-Heinrich-Straße kann nur die Übertretung der Geschwindigkeit geahndet werden, weil wegen der Größe der Kreuzung dort keine Rotlichtüberwachung möglich ist. Nach Angaben der Stadt hat es an allen diesen Stellen besonders häufig gekracht hat. Die Unfallkommission mit Mitgliedern aus Verkehrsaufsicht, Ordnungsamt und Polizei hatte die Kreuzungen vorher genau inspiziert.

 Die Verwaltung musste sich nach neuen Standorten umsehen, da die Säule am Theodor-Heuss-Ring nach Anordnung von Bürgermeister Peter Todeskino im Februar vergangenen Jahres abgebaut wurde. Vor dieser Stele hatte es zahlreiche Auffahrunfälle gegeben, weil Autofahrer offenbar vor Schreck abrupt abbremsten. Zudem ist der Bereich wegen der vielen Zu- und Auffahrten recht unübersichtlich. Nachdem die Säule weg war, ging auch die Zahl der Auffahrunfälle zurück. Die sechste Säule wurde angeschafft, weil die Unfallkommission der Meinung war, der Autoverkehr müsse an einer weiteren Kreuzung (Eckernförder Straße/Eichhofstraße) überwacht werden, weil es auch dort immer wieder zu Kollisionen komme.

 Die alte Stele vom Theodor-Heuss-Ring ist derzeit eingelagert. Sie war nur dafür ausgelegt, das Tempo zu messen. Ob sie jetzt auch für Rotlichtverstöße umgerüstet wird, ist noch nicht klar. Das hängt auch von den Kosten ab. Sollte das aber geschehen, gibt es in Kiel bald sieben Säulen. Nach Angaben der Stadt beliefen sich im vergangenen Jahr die Einnahmen aus den vier ortsfesten Systemen zur Verkehrsüberwachung auf etwa 352.000 Euro. „Dem entgegen stehen Sachkosten für Anschaffung und Wartung in Höhe von 112.950 Euro. Zudem fallen auch noch Personalkosten an“, sagte Joachim Kläschen vom Presseamt.

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Ein Artikel von
Günter Schellhase
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Kiel
Foto: Autofahrer aufgepasst: Ab heute blitzt es aus zwei neuen Säulen, die eine Fachfirma am Dienstag in Kiel aufgestellt hat.

Die beiden neuen Stelen stehen, ab Mittwoch wird geblitzt. Die Techniker der Firma Vitronic haben am Dienstag die Säulen an der Kreuzung Kronshagener Weg/Exerzierplatz und dem Knotenpunkt Eckernförder Straße/Eichhofstraße montiert. Damit gibt es in Kiel nun sechs stationäre Blitzer, von denen zwei immer scharf geschaltet sind.

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