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34-mal Nachwuchs bei den Störchen

Nabu zieht Bilanz 34-mal Nachwuchs bei den Störchen

In rund zwei Wochen heißt es schon Abschied nehmen. Die Störche werden sich auf ihre Reise ins Winterquartier begeben, für sie heißt es: ab in den Süden. Zeit für Peter Hildebrandt, Storchenbeauftragter und Ehrenvorsitzender des Nabu Neumünster, eine Bilanz zu ziehen. Sie fällt aber nicht so gut wie in den Vorjahren aus.

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Mitte Juli sind die Jungstörche in Bönebüttel beringt worden. Storchenbetreuer Wolfgang Brüggen überzeugte sich von dem guten gesundheitlichen Zustand der Tiere. Dazu gehörte auch eine Schnabelkontrolle.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Hildebrandt hat auch in diesem Jahr die Weißstörche im Großraum Neumünster im Blick. 22 Horstpaare kehrten 2015 an ihre Brutplätze zurück. „Das ist exakt die gleiche Anzahl wie in den vergangenen beiden Jahren“, sagt er. Diesmal gab es allerdings wechselnde Besetzungen und leicht veränderte Standorte.

 Mit 34 Nachkömmlingen wird aber bei weitem nicht die Zahl des Storchenjahres 2014 erreicht, denn da zählte Hildebrandt 50 gesunde Küken. Jetzt sind es 30 Prozent weniger – und damit liegt Neumünster unter dem Landesdurchschnitt. „In Schleswig-Holstein geht man von zehn Prozent weniger aus“, erklärt Hildebrandt. Die schlechte Bilanz für Neumünster führt er auf die ungewöhnlich vielen Storchenkämpfe zurück. Bei den Kämpfen gingen vielfach die Gelege verloren. Einige angestammte Horstpaare wurden vertrieben. „Das Storchenpaar in Groß Kummerfeld besetzte erst Anfang Juni seinen Horst und fing gar nicht an zu brüten“, berichtet er.

 Dabei fing alles sehr gut an. Die Störche trafen frühzeitig an ihren Horsten ein, berichtet der Nabu-Vorsitzende Björn-Henning Rickert. Im Juni gab es auch keinen Dauerregen, der bei den Küken oft zu Unterkühlung führt. Und die sehr reichlich vorhandenen Mäuse deckten zusätzlich den Nahrungstisch. Die Naturschützer sind trotz der geringeren Zahl mit dem Bruterfolg zufrieden.

 Nach Angaben von Peter Hildebrandt freuen sich die Anwohner in Loop, Meezen und Hof Weide bei Bimöhlen über je vier Jungstörche. Drillinge werden die Horste in Bönebüttel, Hitzhusen und Weddelbrook verlassen. Je zweimal Nachwuchs haben die Paare in Krogaspe, Dätgen, Gnutz, Großenaspe, Bimöhlen und Bad Bramstedt-Bissenmoor. Ein Jungstorch wurde in Armstedt groß. Einzelstörche halten sich noch in Schmalstede, Aukrug-Innien und Homfeld auf.

 Mitte August zieht es die Störche ins Winterquartier. Rickert und Hildebrandt hoffen, dass im Frühjahr viele wieder in und um Neumünster Quartier beziehen.

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Ein Artikel von
Anja Rüstmann
Holsteiner Zeitung

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