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Orientierung für künftige Helfer

Ehrenamtsmesse Orientierung für künftige Helfer

Die Ehrenamtsmesse Neumünster feierte am Sonnabend nach vierjähriger Pause einen furiosen Neustart. Über 2000 Besucher informierten sich in der Stadthalle an 60 Ständen über die vielfältigen Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren.

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Professionelle Erste Hilfe: Peer von Riesen (von links), Heike Reumann und Christoph Wolloscheck vom Malteser-Hilfsdienst demonstierten die Versorgung eines Verletzten im Ernstfall.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Um 11 Uhr wurde die Messe in der Stadthalle von Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger eröffnet. Messeorganisatorin Sabine Krebs vom DRK-Kreisverband Neumünster zeigte sich überwältigt davon, dass schon beim Auftakt dichtes Gedränge in den Gängen zwischen den Ständen herrschte. „Das ist eine Bestätigung dafür, wie wichtig diese Messe als Informationsplattform über die Vielfalt des Ehrenamtes ist“, so Krebs.

 60 Aussteller hatten ihre Infostände aufgebaut. Von „A“ wie Anonyme Alkoholiker über „H“ für Hospiz-Initiative Neumünster bis „T“ wie Tierschutzverein reichte die Themenpalette. Im Foyer demonstrierten ehrenamtliche Helfer des Malteser Hilfsdienstes, wie sie im Ernstfall Verletzte medizinisch erstversorgen. Karin Sigel und Angela Schmidt von der Freiwilligen Agentur informierten darüber, an welche sozialen Vereine und Verbände sie Menschen weiterleiten, die sich bei der Agentur melden. „Im vergangenen Jahr stand insbesondere das Thema Flüchtlingshilfe im Mittelpunkt der Anfragen“, berichtete Schmidt. Bürger, die sich ehrenamtlich betätigen wollen, aber keine konkrete Vorstellung haben, wo sie sich engagieren können, sind bei der Agentur bestens aufgehoben. „Wir ergründen in intensiven Gesprächen, wo die Befähigungen und Interessen liegen, und vermitteln dann zielgerichtet die Bewerber an soziale Institutionen“, erläuterte Karin Sigel ihre Tätigkeit.

 Wer sich beim Kinderschutzbund Neumünster einbringen will, muss zunächst eine Grundausbildung durchlaufen. „Die Bereiche Begleiteter Umgang, Kinder- und Jugendtelefon sowie Elterntelefon und Familienpaten sind äußerst sensibel und erfordern einen intensive Schulung“, begründete Geschäftsführer Till Pfaff. Es sei unter anderem sicherzustellen, wie die Haltung der Aspiranten gegenüber Kindern ist, aber auch, ob Mechanismen existieren, wie man sich gegen das erlebte Elend bei diesen Tätigkeiten selber schützen kann. Die Schulung umfasst 30 Stunden, die an zehn Abenden innerhalb von drei Monaten absolviert werden muss.

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