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Sonniger Warnstreik

Verdi-Demonstration Sonniger Warnstreik

Mit Trillerpfeifen und Trommeln zog am Vormittag ein Demonstrationszug durch Neumünsters Innenstadt. Rund 700 Teilnehmer folgten dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi zum ganztägigen Warnstreik. Im aktuellen Tarifstreit wollen sich die kommunalen Beschäftigten gegen Eingriffe in ihre Altersvorsorge wehren.

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Die Kita Gartenstadt in Neumünster ist für einen Tag geschlossen. Die Erzieherinnen Birgit Weikert (links) und Manuela Follack-Schön demonstrieren vor der Stadthalle am Kleinflecken für die Verdi-Forderungen im aktuellen Tarifstreit.

Quelle: Sven Detlefsen

Neumünster. Zum Beispiel die Kita Gartenstadt in Neumünster bleibt an diesem Donnerstag geschlossen. Die Erzieherinnen beteiligen sich an dem Warnstreik und zogen mit Pfeifen und Transparenten von der Stadthalle über den Großflecken bis zum Tagungszentrum Kiek in. Die Beschäftigten von Stadtwerken, Verwaltung, Technischem Betriebszentrum und Kitas erhielten Unterstützung aus dem gesamten Verdi-Bezirk Südholstein, der bis nach Bad Segeberg, Norderstedt, Ratzeburg und Stormarn reicht.

Rund 700 Teilnehmer am Verdi-Warnstreik aus ganz Südholstein gehen in Neumünster für ihre Forderungen auf die Straße.

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 „Wir müssen hier auch für die jungen Kollegen eintreten, die haben sonst doch keine Zukunft“, sagt Bernd Gehrke, der seit elf Jahren beim Technischen Betriebszentrum in Neumünster arbeitet. Einschnitte in die Altersvorsorge findet er unverantwortlich. Mit Rasseln und Fahne machte er bei der Demo mit. Angeführt von der Kieler Trommelgruppe Super Rabatzki hatten die Warnstreiker bei blauem Himmel sichtlich Spaß an dem Umzug und einer Kundgebung auf dem Großflecken.

 „Wenn die kommunalen Arbeitgeber die Einschnitte nicht zurückziehen, stehen wir in 14 Tagen wieder hier“, verkündet Annette Falkenberg per Megaphone auf dem Großflecken. Die Verdi-Fachbereichssekretärin ruft, dass die kommunalen Arbeitgeber kein ernsthaftes Angebot unterbreitet hätten, sondern „die Abkopplung von der allgemeinen Gehaltsentwicklung“ für die öffentlich Beschäftigten im Sinn hätten.

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Ein Artikel von
Sven Detlefsen
Ressortleiter Holsteiner Zeitung

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