21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Radler drückt der Schuh

Neumünster Radler drückt der Schuh

Brennpunktetour: Der Fahrradclub ADFC beklagt, dass parkende Pkw Radwege blockieren, und unklare Verkehrsregelungen an Kreuzungen. Von manchen Autofahrern nicht ernst genommen, von Fußgängern häufig als Rowdys gescholten, haben Zweiradfahrer mitunter Mühe, ihren sicheren Weg durch die Stadt zu finden. Einmal im Jahr schlägt ihre Lobby zurück. Dann bittet der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) zur „Brennpunktetour“, um Politik und Verkehrsplanern aufzuzeigen, wo aus Sicht der Radler der Schuh drückt.

Voriger Artikel
„No. 1“ erster Bruterfolg in der Kolonie
Nächster Artikel
Diakonie plant eigenes Zentrum

Bei der traditionellen Brennpunktetour bemängelte der ADFC an der Einmündung des Ilsahls zur Kieler Straße Absperrgitter, die die Breite des Radwegs einschränken.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Am Donnerstag war es wieder soweit. Am Christian-Friedrich-Peter-Platz an der Kieler Straße gegenüber der Einmündung zur Johannesstraße begrüßten Uwe Mohns, Leiter der ADFC-Ortsgruppe, und Mitglieder des Clubs unter anderem den städtischen Verkehrsplaner Michael Köwer. Auch wenn auf der von Mohns ausgearbeiteten Tour der Platz nicht als Brennpunkt erwähnt wurde, entdeckten die Pedalisten so gleich Missstände. „Wo geht denn der als Fußgänger- und Fahrradweg ausgeschilderte Verbindungsweg zwischen der Christianstraße und dem Platz weiter?“, wurde der Verkehrsplaner gefragt. Eine befriedigende Antwort konnte Michael Köwer nicht geben.

 Ein Blick in die Johannesstraße zeigte ein weiteres Menetekel. Der Fahrradweg auf der linken Straßenseite war von parkenden Autos blockiert, obwohl dort Verkehrsschilder ein Halteverbot verkünden. „Das ist ein Dauerzustand“, schilderte Uwe Mohns. Dort müsse die Ordnungsbehörde verstärkt kontrollieren, forderte er. Dann ging es per Radtour zu den eigentlichen Brennpunkten. So wurden ominöse Absperrgitter an der Einmündung zum Ilsahl bemängelt, die dort die Breite des Radwegs einschränken, parkende Autos auf dem Radweg im weiteren Verlauf der Kieler Straße in Richtung Einfeld angeprangert und eine bessere Verkehrsführung für Radfahrer, die vom Stoverweg die Kieler Straße in Richtung Wilhelminenstraße queren, eingefordert.

 Michael Köwer hatte viel zu schreiben, denn der Verkehrsplaner fertigt über die Tour ein Protokoll an, das dem Bau-, Planungs- und Umweltausschuss zur weiteren Beratung vorgelegt wird.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige