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Acht Tunnel für die Kröten

Unterirdisch zu Laichgewässern Acht Tunnel für die Kröten

Für Erdkröten, Grasfrösche und Teichmolche wird zurzeit am Prehnsfelder Weg gebaut. Die Straße ist zwischen Hahnknüll und Röntgenstraße voll gesperrt. „Wir bauen Tunnel für Frösche“, erklärte ein Bauarbeiter einer Anwohnerin den Grund. Acht Amphibientunnel sind es insgesamt auf der 400 Meter langen Strecke.

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Die Tunnelelemente liegen am Straßenrand bereit, in den nächsten Tagen werden sie in den Prehnsfelder Weg eingebaut. Thomas Zang vom städtischen Fachdienst Tiefbau und Grünflächen (links) und Armin Höhnke, Inhaber der Baufirma Reuse, erklären die Querungshilfen für Amphibien.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Die Asphaltschicht des Weges wird alle 50 Meter aufgefräst, Gräben werden angelegt. Darin sollen die Tunnelelemente versenkt werden. Noch stapeln sie am Straßenrand. Sie schließen dann bündig mit der Straßenoberfläche ab, erklärt Thomas Zang vom städtischen Fachdienst Tiefbau und Grünflächen. Und die Amphibien bekommen es komfortabel: Die sogenannten Klimatunnel aus Polymerbeton haben oben kleine Öffnungen. Feuchtigkeit und Licht gelangt so hinein und sorgen so für ein angenehmeres Klima für die kleinen Kriechtiere. Der Durchlass ist 50 Zentimeter breit und rund 30 Zentimeter hoch – genügend Platz für all die Kröten, Molche und Frösche, die auf ihrem Weg zum Laichgewässer und zurück sind.

 Schon seit 2005 haben sich die Untere Naturschutzbehörde gemeinsam mit dem Naturschutzbund (NABU) Neumünster um die Amphibien in diesem Bereich gekümmert. Denn im benachbarten Tierpark liegen die traditionellen Laichgewässer, auf ihrer Wanderschaft drohten die Tiere, Opfer des Straßenverkehrs zu werden. Zwischen Ende Februar und Anfang Mai wurden also entlang des Prehnsfelder Weges mobile Auffangzäune aufgebaut, die Tiere wurden in Eimern gesammelt und über die Straße getragen. Bis zu 1900 Amphibien, überwiegend Erdkröten und Grasfrösche, konnten so jährlich gerettet werden.

 In der Ausgleichsfläche „Prehnsfelder Weg“ für den Gewerbepark Eichhof hat die Untere Naturschutzbehörde ein besonderes Augenmerk auf dem Amphibienschutz gelegt. Für knapp 140000 Euro werden deshalb die Tunnel und Leitwände installiert, die dafür sorgen, dass die Tiere den Weg unter der Straße hindurch finden. Die Firma Reuse aus Brunsbüttel ist mit vier Mitarbeitern vor Ort, sagt Inhaber Armin Höhnke. Zuerst werden die Tunnel eingebaut, die Übergänge mit Gussasphalt ausgeglichen, dann sind die Leitwände an der Reihe. „Die Arbeiten sind stark witterungsabhängig“, erklärt Höhnke. Er und Zang hoffen, die Straßensperrung am 4. Dezember wieder aufheben zu können. Die Umleitung erfolgt über Carlstraße, Forstweg und Geerdtsstraße.

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