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Turnhalle in den Ferien abgerissen

Wasbek Turnhalle in den Ferien abgerissen

Die alte Turnhalle der Hermann-Claudius-Schule wird abgerissen. Die Gemeindevertretung hatte in Abstimmung mit dem Schulverband den Bau einer 2,7 Millionen Euro teuren Zweifeldhalle beschlossen. Die Kommunalaufsicht prüft derzeit allerdings noch ein Bürgerbegehren, das den Neubau aus Kostengründen ablehnt.

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Ein großer Abrissbagger zerlegt die alte Sporthalle zwischen Jugendheim und Hermann-Claudius-Schule in Wasbek.

Quelle: Sven Detlefsen

Wasbek. Die alte Halle war Anfang der 70er Jahre gebaut worden. Wie Bürgermeister Karl-Heinz Rohloff (CDU) berichtet, sei das Gebäude zu klein und stark sanierungsbedürftig. In der Diskussion über einen Neubau spielte, wie berichtet, auch der hohe Energieverbrauch eine Rolle. An den Kosten von rund 2,7 Millionen schieden sich in Wasbek allerdings die Geister. Die Wählergemeinschaft Bürgerliche Mitte Wasbek (BMW) stimmte mit drei Vertretern gegen die Pläne, die mit zwölf Stimmen mit großer Mehrheit im vergangenen September angenommen wurden. Die BMW scheiterte auch mit einem Antrag, einen Bürgerentscheid zu dem Hallenneubau herbeizuführen.

 Die Wählergenschaft hat in diesem Jahr beim Kreis ein Bürgerbegehren eingereicht, mit dem die Gemeinde verpflichtet werden soll, eine kostengünstigere Lösung zu finden. Im Zentrum der Kritik steht, dass die Gemeinde rund zwei Millionen Euro Schulden für den Neubau machen müsste. Über das Begehren werde in Kürze entschieden, teilte die Kommunalaufsicht des Kreises in Rendsburg auf Anfrage mit. Derzeit laufe dazu noch das Anhörungsverfahren.

 Bürgermeister Rohloff sieht der Entscheidung gelassen entgegen. Nicht nur in der Gemeindevertretung, sondern auch im Dorf, beim Sportverein und im Schulverband stoße das Projekt auf „breite Zustimmung“. Die Gemeinde verfüge über Rücklagen und könne einen großen Teil der Baukosten langfristig und zinsgünstig finanzieren. Die Baugenehmigung sei bereits erteilt, und die Ausschreibung des Neubaus laufe. Außerdem seien bereits erhebliche Mittel für Planung und Abriss ausgegeben worden. Rohloff hält den Hallen-Neubau für „unumkehrbar“.

 Die neue Halle soll 23 mal 44 Meter groß werden, die alte war nur zwölf mal 24 Meter groß. Abriss und Neubau mussten mit dem Schulverband abgestimmt werden, dem auch die Gemeinden Padenstedt, Ehndorf und Arpsdorf angehören. Sowohl für die Kita als auch Schule und Betreute Grundschule verbessere eine neue, größere Halle die Möglichkeiten. Ebenso für den Sportverein mit rund 700 Mitgliedern, für den es bei den Belegungszeiten Engpässe gegeben habe, schreibt der Bürgermeister auf der Homepage der Gemeinde. Die Zweifeldhalle würde mehr Raum für neue Gruppen und Sportarten, zum Beispiel Handball, bieten.

 Der massive Neubau mit rotem Pfannendach soll an gleicher Stelle errichtet werden und zur Schularchitektur passen. Nach modernen Gesichtspunkten soll alles barrierefrei für Menschen mit Behinderungen ausfallen. Außerdem wird nach den aktuellen Richtlinien zum Energiesparen gebaut. Nach den Planern soll der Neubau noch in diesem Jahr fertig werden.

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Ein Artikel von
Sven Detlefsen
Ressortleiter Holsteiner Zeitung

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