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Von Salderns Terrasse nimmt Formen an

Neumünster Von Salderns Terrasse nimmt Formen an

Das Caspar-von-Saldern-Haus in Neunmünster wird Stück für Stück der historischen Vorlage von 1746 angenähert. Den spätbarocken Charme hat es bereits. Was fehlte, war wie anno dazumal eine Terrasse an der Rückfront. Mitte Oktober haben die Bauarbeiten begonnen.

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An der Rückfront des Caspar-von-Saldern-Hauses entsteht zurzeit die neue Terrasse. Die Betonelemente sind gesetzt und noch mit einer Plane geschützt.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Wie oft hat Amtmann Caspar von Saldern in der 1750er-Jahren wohl auf seiner Terrasse gestanden, um auf den großen (Nutz-)Garten hinabzuschauen und in die Sonne zu blinzeln? Rund 200 Esskastanien wuchsen damals auf dem Gelände. Die sind längst weg, der Garten ist ein Park, das Haus am Haart 32 hat seitliche Anbauten bekommen, und die Terrasse verschwand irgendwann. Der Förderverein des Hauses verwirklicht jetzt jahrelange Planungen: Die Terrasse wird wieder gebaut.

Einfach gestaltet sich das Unterfangen jedoch nicht. Gerd Sigel, Vorsitzender des Fördervereins, spricht schon lange von dieser Idee. Doch bis die Pläne standen, mit Denkmal- und Naturschutz gesprochen, die Stadt als Vermieter einverstanden war und schließlich Spenden gesammelt waren, verging einige Zeit. Der Denkmalschutz hatte angeregt, statt der ursprünglichen Holzterrasse eine mit Granitsteinen zu bauen. Rund acht mal drei Meter wird sie groß. Die Betonelemente mit einer handschmeichlerischen, besonders bearbeiteten Oberfläche sind endlich geliefert und im Fundament.

Ein Eisengerüst kommt als Auflage, darauf werden die gelblichen Granitplatten und -stufen verlegt. Gewinde für das Geländer sind schon vorhanden. „Das wird dieses Jahr noch fertig“, ist sich Sigel sicher. Der Rest nicht. Die Sanierung und die Bauarbeiten am Plateau unterhalb der Terrasse, Pflasterarbeiten am seitlichen Hauseingang, die barrierefreie Anbindung an Garten und Allee sowie neue Fahrradständer und ein neuer Müllbehälter-Platz werden wohl erst im Frühjahr fertig sein, erklärt Heiner Feilke, Grünflächen-Chef der Stadt.

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