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Für die Restaurierung fehlt das Geld

Anscharkirche Neumünster Für die Restaurierung fehlt das Geld

Die Fenster in der Anscharkirche Neumünster wölben sich bedrohlich. „Wenn es noch heißer wird, könnten schlimmstenfalls die Scheiben raus fallen“, sagt Pastorin Angelika Doege-Baden-Rühlmann.

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Pastorin Angelika Doege-Baden-Rühlmann (links), Glasmaler Antonius Alex und Uta Winkelmann von Förderverein begutachten die restaurierungsbedürftigen Fenster in der Kirche.

Quelle: Gunda Meyer

Neumünster. Der Neumünsteraner Glasmaler Antonius Alex soll die Scheiben Anno 1951 retten und die Bleistreben erneuern. Um das 32 bis 35000 Euro teure Vorhaben finanzieren zu können, sucht die Kirche nun Spender.

„Das gesamte Blei muss entfernt, die Scheiben gereinigt, das Blei neu gegossen, verlötet und dann verkittet werden“, erklärt Alex das zeitaufwendige Vorhaben. Das ist 100 Prozent Handarbeit. Pro Fenster braucht der Glaskünstler ein bis zwei Wochen. Die vielen kleinen Glasscheiben, die von dem Blei gehalten werden, sollen erhalten bleiben.

Ein brüchiger Fensterflügel musste bereits 2014 restauriert werden. Mit 2,50 Metern mal 70 Zentimeter seien die Scheiben und damit das Gewicht, das auf dem Blei laste, extrem groß. „Damals wurde das Blei von Hand gezogen, da war die Qualität nicht immer gleich“, sagt der Experte. Heute halten bleiverglaste Fenster bis zu 100 Jahre.

„Herr Alex wurde uns vom Landesamt für Denkmalschutz empfohlen und außerdem hat er seine Werkstatt fast unter dem Kirchturm in der Esplanade“, sagt Uta Winkelmann vom Förderverein Anscharkirche.

Doch für die Restaurierung fehlt der Kirche das Geld. „Es geht zwar derzeit durch die Medien, dass die Kirchen so viel Geld besäßen, aber auf uns trifft das nicht zu, im Gegenteil“, erklärt Doege-Baden-Rühlmann. Deshalb besinnt sich der Förderverein auf einen guten alten Brauch: „Schon damals, als die Kirche wieder aufgebaut wurde, haben ortsansässige Handwerker die Kirchenfenster gestiftet. Daran wollen wir jetzt anknüpfen“, erläutert Winkelmann.

Wer gleich einen ganzen Fenster-Flügel stiften möchte, kann sich in einem kleinen Viereck des Fensters verewigen lassen. „Das wurde damals auch schon gemacht.“ Drei Spender hat die Kirche schon gewinnen können. „Jede Spende ist willkommen“, sagt Winkelmann.

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Ein Artikel von
Gunda Meyer
Holsteiner Zeitung

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