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Quote ist deutlich gesunken

Arbeitslosenzahlen 2015 Quote ist deutlich gesunken

Der Arbeitsmarkt in Mittelholstein hat sich im vergangenen Jahr erfreulich positiv entwickelt, die Arbeitslosigkeit ist deutlich gesunken. Die neue Leiterin der Agentur für Arbeit Neumünster, Michaela Bagger, erwartet aber im Laufe des Jahres eine erneute Zunahme, wenn sich Flüchtlinge arbeitslos melden.

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Die neue Leiterin der Agentur für Arbeit in Neumünster, Michaela Bagger, präsentierte einen Rückblick auf den Arbeitsmarkt 2015 in Mittelholstein. „Das war ein gutes Jahr“, bilanzierte sie.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. „Ich rechne ab Mitte des Jahres mit einer steigenden Anzahl von Arbeitslosen, da sich mehr Flüchtlinge arbeitslos melden werden“, erklärte Michaela Bagger. Das betrifft (vorerst) weniger die Stadt Neumünster, weil hier erst ab Oktober Flüchtlinge dauerhaft untergebracht werden sollen. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde nahm die Zahl der arbeitslosen Ausländer jedoch jetzt schon ordentlich zu, ihre Quote stieg von 16,6 auf 19 Prozent.

 Insgesamt waren in Mittelholstein im Jahresdurchschnitt 2015 genau 11415 Personen arbeitslos gemeldet, was 563 weniger sind als im Jahr 2014. Das Minus beträgt 4,7 Prozent. Daraus errechnet sich eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent (Stadt Neumünster: 10,2; Kreis Rendsburg-Eckernförde: 5,2 Prozent).

 Besonders erfreulich entwickelte sich in Mittelholstein die Situation der Langzeitarbeitslosen (minus 3,4 Prozent), die der älteren Arbeitslosen ab 50 Jahren (minus 2,2 Prozent) und die der Jüngeren im Alter von 15 bis 25 Jahren (minus 7,2 Prozent). Die Zahl der arbeitslosen Ausländer stieg um 12,5 Prozent von 1183 auf 1332.

 Michaela Bagger betonte, dass die Zahl der Arbeitslosen keine statische Größe ist. Im vergangenen Jahr meldeten sich 11292 Menschen aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos. Insgesamt 10661 Menschen in Mittelholstein beendeten ihre Arbeitslosigkeit und wurden wieder erwerbstätig. „Das Risiko, arbeitslos zu werden, nahm 2015 ab. Die Chance für Arbeitslose, kurzfristig wieder eine Beschäftigung zu finden, hat sich leicht verbessert“, so Bagger.

 Die Unternehmen in ihrem Agentur-Bezirk haben mehr Personal gesucht und 8534 Arbeitsstellen gemeldet – die meisten aus den Branchen Handel, Gesundheits- und Sozialwesen sowie „Erbringung wirtschaftlicher Dienstleistungen“. Mit diesem Begriff sind die Bereiche Reinigung, Wachdienst und Sicherheit, Callcenter und Gebäudemanagement zusammengefasst.

 Wie geht es jetzt weiter? Michaela Bagger prognostiziert, dass sich die Zahl der Arbeitslosen angesichts der Zuwanderung von Migranten erhöhen wird. „Ich gehe aber von einem weiter hohen Beschäftigungsniveau aus“, sagte sie. Sie spricht von günstigen Rahmenbedingungen: „Die Chancen sind da!“ Und sie ist sich sicher: „Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt wird im Regelfall nicht kurzfristig gelingen. Sprachliche und berufliche Qualifizierung steht für diese Menschen an erster Stelle. Das wird Zeit in Anspruch nehmen.“

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Ein Artikel von
Anja Rüstmann
Holsteiner Zeitung

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